Diamandes

DiamAndes. Auf diesem Weingut ist der Name Programm

Es gehört schon einiges dazu, in Frankreich zwei erfolgreiche Weingüter zu betreiben und dann nach Argentinien aufzubrechen, um dort neue Weinwege zu beschreiten. Genau das aber hat im Jahr 2005 die Familie Bonnie getan. Sie zog von Bordeaux nach Mendoza und begründete mit diesem ebenso ungewöhnlichen wie wagemutigen Schritt eine Erfolgsstory, die ihresgleichen sucht. Heute, rund ein Jahrzehnt später, sind die Weine von „DiamAndes“, wie die Bonnies ihr Weingut in Argentinien getauft haben, in der ganzen Welt berühmt und gesucht.
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DiamAndes. Auf diesem Weingut ist der Name Programm Es gehört schon einiges dazu, in Frankreich zwei erfolgreiche Weingüter zu betreiben und dann nach Argentinien aufzubrechen, um dort neue... mehr erfahren »
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Diamandes
DiamAndes. Auf diesem Weingut ist der Name Programm

Es gehört schon einiges dazu, in Frankreich zwei erfolgreiche Weingüter zu betreiben und dann nach Argentinien aufzubrechen, um dort neue Weinwege zu beschreiten. Genau das aber hat im Jahr 2005 die Familie Bonnie getan. Sie zog von Bordeaux nach Mendoza und begründete mit diesem ebenso ungewöhnlichen wie wagemutigen Schritt eine Erfolgsstory, die ihresgleichen sucht. Heute, rund ein Jahrzehnt später, sind die Weine von „DiamAndes“, wie die Bonnies ihr Weingut in Argentinien getauft haben, in der ganzen Welt berühmt und gesucht.
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Doch eins nach dem andern. Zunächst noch einmal eine Rückblende nach Frankreich, wo die Familie ihre Heimat hat. Im Süden des Landes, in der Weinregion Bordeaux, französisch Bordelais, führen die Bonnies die beiden in der Fachwelt renommierten und auch sonst nicht ganz unbekannten Weingüter Château Malartic-Lagravière und Château Gazin. Doch dann sucht das Familienoberhaupt Alfred-Alexandre Bonnie, das natürlich Kontakte in alle Welt besitzt, noch einmal eine Herausforderung und will es wissen. Er hat gehört, dass am Fuße der Anden, im Süden der Stadt Mendoza in Argentinien 130 Hektar Land zum Verkauf stehen. Land, das optimale Voraussetzungen in sich birgt, um besten Rotwein zu produzieren. Die Familie Bonnie zögert nicht lang. Man kauft das Land, das mitten im Uco Valley liegt und schließt sich kurz darauf der Gruppe Clos de los Siete an. Das ist eine Gemeinschaft von französischen Winzern, die bereits vor den Bonnies ihr Glück in Argentinien gesucht – und übrigens auch gefunden – haben. Der önologische Betreuer und Berater der Gruppe ist kein Geringerer als Michel Rolland, der in Europa gern auch schon mal als „Guru“ der Rotweinproduktion in Bordeaux bezeichnet wird. Einen besseren Start hätten sich die Bonnies selbst in ihren kühnsten Träumen wohl kaum wünschen können.

Naturnahe, schonende Weinwirtschaft

Mendoza liegt nicht weit von der Grenze nach Chile entfernt. Gut 200 Kilometer Luftlinie sind es von dort bis nach Valparaiso an der Küste des südlichen Pazifiks. Die 130 Hektar, die die Bonnies gekauft haben, erreichen bis zu 1100 Meter Höhe über dem Meeresspiegel, ihr Boden besteht aus Ton und Sand. Das Klima, das das Wachstum hier beeinflusst, ist gemäßigt und mild. Es bietet den unschätzbaren Vorteil, dass kaum mit einem Schädlingsbefall zu rechnen ist. Das passt hervorragend in Bonnies Konzept, möglichst naturnah zu wirtschaften. Pestizide wird er auf seinem neuen Weingut so gut wie nie einsetzen müssen. Die Arbeit auf dem Weingut geht in jeder Beziehung schonend vonstatten. Große, schwere Erntemaschinen sucht man hier vergeblich. Der Energieverbrauch ist betont niedrig, alle Stromleitungen werden unterirdisch verlegt, um auch optisch so wenig wie irgend möglich in die Landschaft einzugreifen.

Man beschließt, überwiegend Rebstöcke der Sorte Malbec anzupflanzen. Für Cabernet Sauvignon und Merlot, für Chardonnay und Viognier ist ebenfalls Platz, aber im Vergleich zum Malbec doch deutlich weniger. Auch der Name für das neue Weingut ist bald gefunden. Die Familie verbringt einen romantischen Grillabend in der Laguna del Diamante in der Provinz Mendoza und kommt auf die Idee, diesen Namen mit der französischen Bezeichnung für die Anden - also „Les Andes“ – zu kombinieren. Ein Prosit auf DiamAndes!

Keine Weine für das ganz kleine Budget

Die einmalige Lage und die Besonderheiten des Teroirs haben zusammen mit dem Können der Winzer auf dem Weingut DiamAndes Tropfen mit einem unverwechselbaren Charakter hervorgebracht. Nicht alle, aber viele DiamAndes-Weine werden aus Trauben von nur einer Rebsorte gekeltert und zeichnen sich durch einen intensiven, aromatischen Geschmack aus. Der Fokus liegt natürlich auf dem Malbec, der beerige Noten beinhaltet und mineralische Anklänge aufweist. Die „Gran Riserva“ lässt man auf DiamAndes fast zwei Jahre in Eichenfässern reifen, bevor sie auf Flaschen gezogen wird. Dafür muss mit Preisen von rund 35 bis zu 40 Euro gerechnet werden

Malbec von DiamAndes ist aber auch etwas günstiger, dafür dann aber „nur“ zwölf Monate in Eiche gereift, zu haben. Kenner loben seine schokoladigen, pfeffrigen Noten und seine samtige Textur. Eine der preiswertesten Rotweine von DiamAndes ist ein Blend aus Malbec und Syrah, der für knapp unter zehn Euro im Handel ist. Er bleibt für rund acht Monate im Eichenfass und ist ein sehr edler Begleiter zu kräftigen Fleischgerichten.

Berühmt ist DiamAndes bislang für seine Rotweine, aber die Weißweine sollte man auch keinen Fall unterschätzen. Die Jahrgänge 2011 haben sowohl beim Chardonnay als auch beim Viognier bereits Preise eingeheimst. Wer die Nase vorn haben möchte, der sollte hier die Entwicklung aufmerksam beobachten.

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Diamandes, Perlita Rosé, 2015
Diamandes, Perlita Rosé, 2015
Inhalt 0.75 Liter (13,20 € * / 1 Liter)
9,90 € *
Diamandes, de Uco Malbec, 2013
Diamandes, de Uco Malbec, 2013
Inhalt 0.75 Liter (22,27 € * / 1 Liter)
16,70 € *
Diamandes, de Uco Viognier, 2013
Diamandes, de Uco Viognier, 2013
Inhalt 0.75 Liter (18,53 € * / 1 Liter)
13,90 € * 16,80 € *
Diamandes, Perlita Malbec Syrah, 2015
Diamandes, Perlita Malbec Syrah, 2015
Inhalt 0.75 Liter (13,20 € * / 1 Liter)
9,90 € *
Diamandes, Perlita Chardonnay, 2014
Diamandes, Perlita Chardonnay, 2014
Inhalt 0.75 Liter (10,53 € * / 1 Liter)
7,90 € * 9,90 € *
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Doch eins nach dem andern. Zunächst noch einmal eine Rückblende nach Frankreich, wo die Familie ihre Heimat hat. Im Süden des Landes, in der Weinregion Bordeaux, französisch Bordelais, führen die Bonnies die beiden in der Fachwelt renommierten und auch sonst nicht ganz unbekannten Weingüter Château Malartic-Lagravière und Château Gazin. Doch dann sucht das Familienoberhaupt Alfred-Alexandre Bonnie, das natürlich Kontakte in alle Welt besitzt, noch einmal eine Herausforderung und will es wissen. Er hat gehört, dass am Fuße der Anden, im Süden der Stadt Mendoza in Argentinien 130 Hektar Land zum Verkauf stehen. Land, das optimale Voraussetzungen in sich birgt, um besten Rotwein zu produzieren. Die Familie Bonnie zögert nicht lang. Man kauft das Land, das mitten im Uco Valley liegt und schließt sich kurz darauf der Gruppe Clos de los Siete an. Das ist eine Gemeinschaft von französischen Winzern, die bereits vor den Bonnies ihr Glück in Argentinien gesucht – und übrigens auch gefunden – haben. Der önologische Betreuer und Berater der Gruppe ist kein Geringerer als Michel Rolland, der in Europa gern auch schon mal als „Guru“ der Rotweinproduktion in Bordeaux bezeichnet wird. Einen besseren Start hätten sich die Bonnies selbst in ihren kühnsten Träumen wohl kaum wünschen können.

Naturnahe, schonende Weinwirtschaft

Mendoza liegt nicht weit von der Grenze nach Chile entfernt. Gut 200 Kilometer Luftlinie sind es von dort bis nach Valparaiso an der Küste des südlichen Pazifiks. Die 130 Hektar, die die Bonnies gekauft haben, erreichen bis zu 1100 Meter Höhe über dem Meeresspiegel, ihr Boden besteht aus Ton und Sand. Das Klima, das das Wachstum hier beeinflusst, ist gemäßigt und mild. Es bietet den unschätzbaren Vorteil, dass kaum mit einem Schädlingsbefall zu rechnen ist. Das passt hervorragend in Bonnies Konzept, möglichst naturnah zu wirtschaften. Pestizide wird er auf seinem neuen Weingut so gut wie nie einsetzen müssen. Die Arbeit auf dem Weingut geht in jeder Beziehung schonend vonstatten. Große, schwere Erntemaschinen sucht man hier vergeblich. Der Energieverbrauch ist betont niedrig, alle Stromleitungen werden unterirdisch verlegt, um auch optisch so wenig wie irgend möglich in die Landschaft einzugreifen.

Man beschließt, überwiegend Rebstöcke der Sorte Malbec anzupflanzen. Für Cabernet Sauvignon und Merlot, für Chardonnay und Viognier ist ebenfalls Platz, aber im Vergleich zum Malbec doch deutlich weniger. Auch der Name für das neue Weingut ist bald gefunden. Die Familie verbringt einen romantischen Grillabend in der Laguna del Diamante in der Provinz Mendoza und kommt auf die Idee, diesen Namen mit der französischen Bezeichnung für die Anden - also „Les Andes“ – zu kombinieren. Ein Prosit auf DiamAndes!

Keine Weine für das ganz kleine Budget

Die einmalige Lage und die Besonderheiten des Teroirs haben zusammen mit dem Können der Winzer auf dem Weingut DiamAndes Tropfen mit einem unverwechselbaren Charakter hervorgebracht. Nicht alle, aber viele DiamAndes-Weine werden aus Trauben von nur einer Rebsorte gekeltert und zeichnen sich durch einen intensiven, aromatischen Geschmack aus. Der Fokus liegt natürlich auf dem Malbec, der beerige Noten beinhaltet und mineralische Anklänge aufweist. Die „Gran Riserva“ lässt man auf DiamAndes fast zwei Jahre in Eichenfässern reifen, bevor sie auf Flaschen gezogen wird. Dafür muss mit Preisen von rund 35 bis zu 40 Euro gerechnet werden

Malbec von DiamAndes ist aber auch etwas günstiger, dafür dann aber „nur“ zwölf Monate in Eiche gereift, zu haben. Kenner loben seine schokoladigen, pfeffrigen Noten und seine samtige Textur. Eine der preiswertesten Rotweine von DiamAndes ist ein Blend aus Malbec und Syrah, der für knapp unter zehn Euro im Handel ist. Er bleibt für rund acht Monate im Eichenfass und ist ein sehr edler Begleiter zu kräftigen Fleischgerichten.

Berühmt ist DiamAndes bislang für seine Rotweine, aber die Weißweine sollte man auch keinen Fall unterschätzen. Die Jahrgänge 2011 haben sowohl beim Chardonnay als auch beim Viognier bereits Preise eingeheimst. Wer die Nase vorn haben möchte, der sollte hier die Entwicklung aufmerksam beobachten.