Sardinien Wein

Wein aus Sardinien. Kaum bekannt und doch in aller Munde

Es hört sich mehr als paradox an. Ein Großteil der Weinfreunde hat noch nichts von Weinen aus Sardinien gehört, sie aber sehr wahrscheinlich schon oft getrunken. Das liegt einfach daran, dass ein großer Anteil der sardischen Weinproduktion auf das italienische Festland verschifft, dort mit anderen Rebsäften verschnitten und anschließend zwar international, aber weitestgehend „unsichtbar“ vermarktet wird. Ein weiterer Grund dafür, dass sardischer Wein eher zu den unbekannten Italienern gehört, wurzelt in der Geschichte. Nach dem Zweiten Weltkrieg subventionierte die Zentralregierung in Rom den Weinbau auf Sardinien. Die Anbauflächen wurden immer größer, die Produktion lag in den Achtziger Jahren bei rund 4,5 Millionen Hektoliter pro Jahr. Als Rom kurz darauf die Fördermittel strich, gingen diese Mengen schlagartig zurück. Heute verlassen pro Jahr noch etwa eine Million Hektoliter Wein die Insel.
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Sardinien Wein

Wein aus Sardinien. Kaum bekannt und doch in aller Munde

Es hört sich mehr als paradox an. Ein Großteil der Weinfreunde hat noch nichts von Weinen aus Sardinien gehört, sie aber sehr wahrscheinlich schon oft getrunken. Das liegt einfach daran, dass ein großer Anteil der sardischen Weinproduktion auf das italienische Festland verschifft, dort mit anderen Rebsäften verschnitten und anschließend zwar international, aber weitestgehend „unsichtbar“ vermarktet wird. Ein weiterer Grund dafür, dass sardischer Wein eher zu den unbekannten Italienern gehört, wurzelt in der Geschichte. Nach dem Zweiten Weltkrieg subventionierte die Zentralregierung in Rom den Weinbau auf Sardinien. Die Anbauflächen wurden immer größer, die Produktion lag in den Achtziger Jahren bei rund 4,5 Millionen Hektoliter pro Jahr. Als Rom kurz darauf die Fördermittel strich, gingen diese Mengen schlagartig zurück. Heute verlassen pro Jahr noch etwa eine Million Hektoliter Wein die Insel.

Wein aus Sardinien kehrt zurück zu den Wurzeln

Neben der genossenschaftlichen Produktion von Tafeltrauben und Grundweinen für andere italienische Anbaugebiete haben sich einige Weinbauer Sardiniens auf ihre eigenen Traditionen zurückbesonnen und machen seit einiger Zeit wieder mit ambitionierten, interessanten Tropfen von sich reden. Einen besonders großen Stellenwert nehmen dabei Rotweine aus der Rebsorte Cannonau ein. Noch nie gehört? Das könnte daran liegen, dass das der sardische Name für die Sorte Grenache oder Garnacha ist. Die roten Rebstöcke hatten die Katalanen im Gepäck, als sie einst die Insel besetzten. Fremdherrschaft aber mögen die Sarden gar nicht. Und so kommt es, dass sie die international bekannte Rebsorte bis heute stolz und konsequent unter dem einheimischen Namen vermarkten.

Während die Cannonau-Traube vor allem im Süden Sardiniens ideale Wachstumsbedingungen vorfindet, gedeiht im Norden die weiße Rebsorte Vermentino. Der Westen gehört der ebenfalls weißen Vernaccia di Oristano, aus ihr werden gehaltvolle, alkoholreiche, strohgelbe Weine gekeltert. Vermentino dagegen ist ein eher leichter, spritziger Sommerwein. Wer Sardinien als Weininsel kennenlernen möchte, darf neben den genannten Sorten auch die Dessertweine nicht vergessen. Sie zu vernachlässigen, wäre auf Sardinien eine echte Sünde.

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Agricola Punica, Montessu Isola dei Nuraghi IGT, 2016
Agricola Punica, Montessu Isola dei Nuraghi IGT, 2016
Inhalt 0.75 Liter (22,53 € * / 1 Liter)
16,90 € *
Agricola Punica, Samas Isola dei Nuraghi IGT, 2016
Agricola Punica, Samas Isola dei Nuraghi IGT, 2016
Inhalt 0.75 Liter (18,53 € * / 1 Liter)
13,90 € *
3 von 3

Wein aus Sardinien kehrt zurück zu den Wurzeln

Neben der genossenschaftlichen Produktion von Tafeltrauben und Grundweinen für andere italienische Anbaugebiete haben sich einige Weinbauer Sardiniens auf ihre eigenen Traditionen zurückbesonnen und machen seit einiger Zeit wieder mit ambitionierten, interessanten Tropfen von sich reden. Einen besonders großen Stellenwert nehmen dabei Rotweine aus der Rebsorte Cannonau ein. Noch nie gehört? Das könnte daran liegen, dass das der sardische Name für die Sorte Grenache oder Garnacha ist. Die roten Rebstöcke hatten die Katalanen im Gepäck, als sie einst die Insel besetzten. Fremdherrschaft aber mögen die Sarden gar nicht. Und so kommt es, dass sie die international bekannte Rebsorte bis heute stolz und konsequent unter dem einheimischen Namen vermarkten.

Während die Cannonau-Traube vor allem im Süden Sardiniens ideale Wachstumsbedingungen vorfindet, gedeiht im Norden die weiße Rebsorte Vermentino. Der Westen gehört der ebenfalls weißen Vernaccia di Oristano, aus ihr werden gehaltvolle, alkoholreiche, strohgelbe Weine gekeltert. Vermentino dagegen ist ein eher leichter, spritziger Sommerwein. Wer Sardinien als Weininsel kennenlernen möchte, darf neben den genannten Sorten auch die Dessertweine nicht vergessen. Sie zu vernachlässigen, wäre auf Sardinien eine echte Sünde.