Finca Constancia Wein. Don Quichotte und Sancho Pansa lassen grüßen

Diese Weine hätten den beiden Kultfiguren der spanischen Literatur sicher auch geschmeckt. Als Miguel De Cervantes den Ritter Don Quichotte, seinen ergebenen Diener Sancho Pansa und den Gaul Rosinante in den weiten Ebenen von La Mancha gegen Windmühlenflügel kämpfen ließ, da konnten sie noch nicht ahnen, dass dort einmal erstklassige Tropfen angebaut werden würden. Und doch ist es genau diese Region, die heute mit ihren kalten Wintern und extrem heißen Sommermonaten den Nährboden für bemerkenswerte spanische Rotweine bietet. Das Weingut Finca Constancia etwa verfügt in La Mancha über seltene Granitböden, auf denen Reben gedeihen, die zu straffen, mineralischen Weinen ausgebaut werden. Die Finca Constancia gehört damit zu den ehrgeizigen Weingärten der Region, die deutlich mehr, als Massenware liefern.
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Finca Constancia Wein. Don Quichotte und Sancho Pansa lassen grüßen
Diese Weine hätten den beiden Kultfiguren der spanischen Literatur sicher auch geschmeckt. Als Miguel De Cervantes den Ritter Don Quichotte, seinen ergebenen Diener Sancho Pansa und den Gaul Rosinante in den weiten Ebenen von La Mancha gegen Windmühlenflügel kämpfen ließ, da konnten sie noch nicht ahnen, dass dort einmal erstklassige Tropfen angebaut werden würden. Und doch ist es genau diese Region, die heute mit ihren kalten Wintern und extrem heißen Sommermonaten den Nährboden für bemerkenswerte spanische Rotweine bietet. Das Weingut Finca Constancia etwa verfügt in La Mancha über seltene Granitböden, auf denen Reben gedeihen, die zu straffen, mineralischen Weinen ausgebaut werden. Die Finca Constancia gehört damit zu den ehrgeizigen Weingärten der Region, die deutlich mehr, als Massenware liefern.
Gonzales Byass war der Gründer der Finca Constancia, die sich bis auf den heutigen Tag in Familienbesitz befindet. Die Bodega liegt am äußeren Rand der kleinen Gemeinde Otero, die ihrerseits wiederum zur Provinz Toledo in Neukastilien gehört. Warum Neukastilien? Anders als das nördliche Kastilien, das als Kastilien-Leon bekannt ist, konnte Kastilien-La Mancha oder Neukastilien erst deutlich später von den maurischen Besetzern zurückerobert werden. Räumlich getrennt werden die beiden Gebiete durch das gut 2500 Meter hohe Kastilische Scheidegebirge. Die Berge sind eine natürliche Abschirmung der hoch gelegenen Ebenen vor den Klimaeinflüssen von Atlantik und Mittelmeer. Die Rebstöcke müssen also mit einem kontinentalen Klima zurechtkommen, was in diesem Fall im Winter Dauerfrost und im Sommer Temperaturen von bis zu 45 Grad Celsius bedeuten kann. Zudem müssen die Pflanzen innerhalb eines Tages oft starke Temperaturunterschiede verkraften. Das alles kommt der Qualität offenbar sehr zugute. Da La Mancha vor allem währen der Reifezeit der Trauben nur sehr wenige Niederschläge zu verzeichnen hat, kommt es kaum zu Pilzerkrankungen und es werden sehr gesunde, hochwertige Früchte geernet.

Bei den Sorten, die auf den knapp 80 Parzellen der Finca Constancia gesetzt worden sind, handelt es sich überwiegend um Tempranillo, Cabernet Sauvignon, Syrah, Cabernet Franc und Petit Verdot. Aber auch autochthone Sorten wie Verdejo, Graciano und Garnacha haben hier ihren Platz. Die französische Sorte Merlot, die in weiten Teilen Neu-Kastiliens kultiviert wird, hat bei der Finca Constancia keine entsprechende Bedeutung.

Die Weinlese ist bei der Finca noch echte Handarbeit

In Kisten zu jeweils 20 Kilo kommen die Trauben dann auf lange Tische, wo sie nochmals selektiert werden. Nur die besten Früchte haben hier eine Chance auf Weiterverarbeitung. In großen Behältern, die bis zu rund 13.000 Liter aufnehmen können, erfolgt dann die Gärung, bevor die Weine in Barriquefässern aus Frankreich und den USA schließlich über ein Jahr lang ihrer Abfüllung entgegenreifen.

Als „blitzsaubere Konsumweine“ sind die Tropfen der Finca Constancia schon mehr als einmal bezeichnet worden - ein echtes Kompliment, wenn man den moderaten Preis in Betracht zieht, für den diese wunderbaren Roten auf den Markt kommen. Die Besitzerfamilie selbst spricht bescheiden von „Landweinen“, wenn es um ihre Hauptproduktion geht.

Bescheidenheit ist bekanntlich eine Zier

Umso interessanter für Weinfreunde und vor allem für Entdecker besonderer Tropfen, dass die Finca Constancia auch ambitionierte Terroirweine anbietet. Die Mengen sind freilich klein; man braucht einen engagierten Weinhändler, um ein paar Flaschen davon ergattern zu können. Zu haben sind sie unter anderem unter der Markenbezeichnung“ Alto de la Finca“. Davon sollte man die Mischung aus Verdot und Syrah unbedingt probieren. Auch eine Cuvée, die aus sechs Sorten komponiert worden ist und unter dem Namen der Finca verkauft wird, ist für Freunde anspruchsvollerer Tropfen eine Empfehlung. Als absolutes Aushängeschild der Finca Constancia aber gilt ein besonders fruchtiger, intensiver reinsortiger Tempranillo unter dem Namen Parcela 23.

Die Finca Constancia ist im riesigen Weinbaugebiet La Mancha, aus dem ein Großteil der kommerziellen Weine Spaniens stammt, ein relativ kleiner Produzent. Insgesamt umfasst die Finca etwa 200 Hektar an Anbaufläche. Die Kellertechnik ist allerdings sehr modern. Sie erlaubt es, in einer Region leichtere, fruchtigere Weine zu produzieren, die traditionell eher für schwere, alkohollastige Tropfen bekannt ist.

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Finca Constancia, Altos de la Finca, 2014
Finca Constancia, Altos de la Finca, 2014
Inhalt 0.75 Liter (23,87 € * / 1 Liter)
17,90 € *
Finca Constancia, Parcela 23 Tempranillo, 2015
Finca Constancia, Parcela 23 Tempranillo, 2015
Inhalt 0.75 Liter (9,20 € * / 1 Liter)
6,90 € * 7,90 € *
Finca Constancia, Selección, 2014
Finca Constancia, Selección, 2014
Inhalt 0.75 Liter (8,67 € * / 1 Liter)
6,50 € *
Gonzales Byass war der Gründer der Finca Constancia, die sich bis auf den heutigen Tag in Familienbesitz befindet. Die Bodega liegt am äußeren Rand der kleinen Gemeinde Otero, die ihrerseits wiederum zur Provinz Toledo in Neukastilien gehört. Warum Neukastilien? Anders als das nördliche Kastilien, das als Kastilien-Leon bekannt ist, konnte Kastilien-La Mancha oder Neukastilien erst deutlich später von den maurischen Besetzern zurückerobert werden. Räumlich getrennt werden die beiden Gebiete durch das gut 2500 Meter hohe Kastilische Scheidegebirge. Die Berge sind eine natürliche Abschirmung der hoch gelegenen Ebenen vor den Klimaeinflüssen von Atlantik und Mittelmeer. Die Rebstöcke müssen also mit einem kontinentalen Klima zurechtkommen, was in diesem Fall im Winter Dauerfrost und im Sommer Temperaturen von bis zu 45 Grad Celsius bedeuten kann. Zudem müssen die Pflanzen innerhalb eines Tages oft starke Temperaturunterschiede verkraften. Das alles kommt der Qualität offenbar sehr zugute. Da La Mancha vor allem währen der Reifezeit der Trauben nur sehr wenige Niederschläge zu verzeichnen hat, kommt es kaum zu Pilzerkrankungen und es werden sehr gesunde, hochwertige Früchte geernet.

Bei den Sorten, die auf den knapp 80 Parzellen der Finca Constancia gesetzt worden sind, handelt es sich überwiegend um Tempranillo, Cabernet Sauvignon, Syrah, Cabernet Franc und Petit Verdot. Aber auch autochthone Sorten wie Verdejo, Graciano und Garnacha haben hier ihren Platz. Die französische Sorte Merlot, die in weiten Teilen Neu-Kastiliens kultiviert wird, hat bei der Finca Constancia keine entsprechende Bedeutung.

Die Weinlese ist bei der Finca noch echte Handarbeit

In Kisten zu jeweils 20 Kilo kommen die Trauben dann auf lange Tische, wo sie nochmals selektiert werden. Nur die besten Früchte haben hier eine Chance auf Weiterverarbeitung. In großen Behältern, die bis zu rund 13.000 Liter aufnehmen können, erfolgt dann die Gärung, bevor die Weine in Barriquefässern aus Frankreich und den USA schließlich über ein Jahr lang ihrer Abfüllung entgegenreifen.

Als „blitzsaubere Konsumweine“ sind die Tropfen der Finca Constancia schon mehr als einmal bezeichnet worden - ein echtes Kompliment, wenn man den moderaten Preis in Betracht zieht, für den diese wunderbaren Roten auf den Markt kommen. Die Besitzerfamilie selbst spricht bescheiden von „Landweinen“, wenn es um ihre Hauptproduktion geht.

Bescheidenheit ist bekanntlich eine Zier

Umso interessanter für Weinfreunde und vor allem für Entdecker besonderer Tropfen, dass die Finca Constancia auch ambitionierte Terroirweine anbietet. Die Mengen sind freilich klein; man braucht einen engagierten Weinhändler, um ein paar Flaschen davon ergattern zu können. Zu haben sind sie unter anderem unter der Markenbezeichnung“ Alto de la Finca“. Davon sollte man die Mischung aus Verdot und Syrah unbedingt probieren. Auch eine Cuvée, die aus sechs Sorten komponiert worden ist und unter dem Namen der Finca verkauft wird, ist für Freunde anspruchsvollerer Tropfen eine Empfehlung. Als absolutes Aushängeschild der Finca Constancia aber gilt ein besonders fruchtiger, intensiver reinsortiger Tempranillo unter dem Namen Parcela 23.

Die Finca Constancia ist im riesigen Weinbaugebiet La Mancha, aus dem ein Großteil der kommerziellen Weine Spaniens stammt, ein relativ kleiner Produzent. Insgesamt umfasst die Finca etwa 200 Hektar an Anbaufläche. Die Kellertechnik ist allerdings sehr modern. Sie erlaubt es, in einer Region leichtere, fruchtigere Weine zu produzieren, die traditionell eher für schwere, alkohollastige Tropfen bekannt ist.