Taylor’s Port. Seit Jahrhunderten ein Botschafter für Portugals Weinkultur

Für viele Weinliebhaber ist „Taylor’s“ der Inbegriff von Portwein schlechthin. Bei der Beschäftigung mit dem Weingut wird auch fix klar, warum das so ist. „Taylor’s Port“ ist nämlich nicht nur der Name eines Getränks, sondern gleich eines ganzen Weinguts. Und was für eines! Das Gut liegt in Portugal, im wunderschönen Tal des Flusses Douro. Hier wird schon so lange Wein angebaut, dass die UNESCO die Region als Weltkulturerbe ausgewiesen hat. „Taylor’s Port“ ist zugegeben noch nicht seit der Antike hier angesiedelt, historisch verstecken muss sich das Gut aber trotzdem nicht. Es wurde im Jahr 1692 von Job Bearsley gegründet und ist heute weltweit eines der renommiertesten Güter für die Produktion und den Vertrieb von Portwein.
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Taylor’s Port. Seit Jahrhunderten ein Botschafter für Portugals Weinkultur
Für viele Weinliebhaber ist „Taylor’s“ der Inbegriff von Portwein schlechthin. Bei der Beschäftigung mit dem Weingut wird auch fix klar, warum das so ist. „Taylor’s Port“ ist nämlich nicht nur der Name eines Getränks, sondern gleich eines ganzen Weinguts. Und was für eines! Das Gut liegt in Portugal, im wunderschönen Tal des Flusses Douro. Hier wird schon so lange Wein angebaut, dass die UNESCO die Region als Weltkulturerbe ausgewiesen hat. „Taylor’s Port“ ist zugegeben noch nicht seit der Antike hier angesiedelt, historisch verstecken muss sich das Gut aber trotzdem nicht. Es wurde im Jahr 1692 von Job Bearsley gegründet und ist heute weltweit eines der renommiertesten Güter für die Produktion und den Vertrieb von Portwein.

Der Gründungsvater war ein englischer Fischhändler

Der Engländer Job Bearsley lebte schon gut 20 Jahre im Norden Portugals, als er das Gut kaufte. Sein Geld hatte er zuvor als Fischhändler gemacht, nun wollte er sich endgültig am Südufer des Douro in Vila Nova de Gaia niederlassen, wo der Fluss in den Atlantik mündet. Ob er dort einen schönen Lebensabend hatte, wissen wir nicht. Fest steht aber, dass das Gut rund 150 Jahre im Besitz der Familie Bearsley geblieben ist, und dass in dieser Zeit bereits der Grundstein für das heutige Renommee gelegt wurde.

Der internationale Durchbruch aber bahnte sich erst im Jahr 1838 an, als das Gut an die Händler Joseph Taylor, Morgan Yeatman und John Alexander Fladgate verkauft wurde. Das Trio arbeitete damals bereits in anderen Branchen sehr erfolgreich zusammen und der Erwerb des Guts untermauerte das nur noch. Heute, fast 200 Jahre nach dieser Übernahme, ist „Taylor’s Port“ einer der größten Produzenten und Händler von Portwein weltweit. Um Missverständnisse zu vermeiden: Das Unternehmen produziert nicht nur viel Portwein, sondern auch einige der besten und teuersten Ports, die es derzeit zu kaufen gibt.

Zurück zur Zukunft

Für die Herstellung all dieser guten Tropfen stehen Taylor’s Port rund 250 Hektar an Rebfläche zur Verfügung. Die Stöcke sind zum Teil terrassenförmig angelegt, sie gedeihen jedoch auch prächtig in steilen Lagen an den Hügeln entlang des Dourotals. Das Geheimnis der wunderbaren Mineralität und Komplexität, die Taylor’s Portweine auszeichnet, liegt wohl unter anderem in den Böden dort begraben. Sie enthalten viel Schiefer und geben ihre Kraft und ihre Mineralstoffe großzügig an die Wurzeln ab.

Ein weiteres „Geheimnis“ des Weinguts liegt sowohl in der traditionellen Herstellung der Portweine als auch im nachhaltigen Anbau der Pflanzen. Natürlich hat sich die Kellertechnik auch bei Taylor’s Port weiterentwickelt; in den Weinbergen aber wird noch nach ähnlichen Prinzipien wie vor Jahrhunderten gearbeitet. Was damals einfach natürlich war, gilt heute als modern und weitsichtig und wird von vielen anderen Gütern wieder angestrebt: Weinbau im Einklang mit der Natur. Ein Einklang, der sich übrigens auch auf den Geschmack sehr positiv auswirkt.

Zwei Hauptsitze und viele Marken

Von Taylor’s Port gibt es selbstverständlich diverse Portweine für den breiten Markt, am bekanntesten dürften dabei Ruby und Tawny sein. Sie haben einen erstklassigen Ruf, die absoluten Highlights des Unternehmens aber sind - natürlich - die Vintage Ports. Nur in den besten Jahrgängen macht Taylor’s Port sich überhaupt die Mühe, diese super edlen Tropfen herzustellen. Der Port wird dafür in alten Eichenfässern gereift. Mit der Zeit nimmt er Aromen an, die von Portfans hochgeschätzt werden. Schon beim Öffnen der Flaschen strömt dann der komplexe Duft von Nüssen und dunklen Früchten, von warmen Gewürzen und Honig aus.

Auf der entgegen gesetzten Seite des Spektrums hat das Weingut in den letzten Jahren zudem Produkte entwickelt und dem Port damit auch neue Konsumenten erschlossen. Als Beispiel dafür sei hier nur der weiße „Taylor’s Dry White Port“ genannt.

Taylor’s Port umfasst heute nicht nur ein großes Sortiment an Portweinen, sondern hat auch sein Markenportfolio über die Zeit stark erweitert. Heute gehören neben Taylor’s noch Fonseca, Fonseca-Guimaraens sowie Krohn und Croft zur Unternehmensfamilie. Darüber hinaus wurden auch noch einige Weingüter akquiriert. So viel Zuwachs hat irgendwann die Einrichtung eines zweiten Hauptsitzes nötig gemacht. Von Porto aus steuert das Unternehmen deshalb heute seine weltweiten Handelsaktivitäten, während am Ursprungsgut weiter produziert wird.

Dort, an der Mündung des Douro in den Atlantik, können Portliebhaber sich nach wie vor ein eigenes Bild von der Portproduktion machen. Das Weingut bietet nicht nur diverse Verkostungen an, sondern auch Führungen durch den Keller und die Weingärten.

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Der Gründungsvater war ein englischer Fischhändler

Der Engländer Job Bearsley lebte schon gut 20 Jahre im Norden Portugals, als er das Gut kaufte. Sein Geld hatte er zuvor als Fischhändler gemacht, nun wollte er sich endgültig am Südufer des Douro in Vila Nova de Gaia niederlassen, wo der Fluss in den Atlantik mündet. Ob er dort einen schönen Lebensabend hatte, wissen wir nicht. Fest steht aber, dass das Gut rund 150 Jahre im Besitz der Familie Bearsley geblieben ist, und dass in dieser Zeit bereits der Grundstein für das heutige Renommee gelegt wurde.

Der internationale Durchbruch aber bahnte sich erst im Jahr 1838 an, als das Gut an die Händler Joseph Taylor, Morgan Yeatman und John Alexander Fladgate verkauft wurde. Das Trio arbeitete damals bereits in anderen Branchen sehr erfolgreich zusammen und der Erwerb des Guts untermauerte das nur noch. Heute, fast 200 Jahre nach dieser Übernahme, ist „Taylor’s Port“ einer der größten Produzenten und Händler von Portwein weltweit. Um Missverständnisse zu vermeiden: Das Unternehmen produziert nicht nur viel Portwein, sondern auch einige der besten und teuersten Ports, die es derzeit zu kaufen gibt.

Zurück zur Zukunft

Für die Herstellung all dieser guten Tropfen stehen Taylor’s Port rund 250 Hektar an Rebfläche zur Verfügung. Die Stöcke sind zum Teil terrassenförmig angelegt, sie gedeihen jedoch auch prächtig in steilen Lagen an den Hügeln entlang des Dourotals. Das Geheimnis der wunderbaren Mineralität und Komplexität, die Taylor’s Portweine auszeichnet, liegt wohl unter anderem in den Böden dort begraben. Sie enthalten viel Schiefer und geben ihre Kraft und ihre Mineralstoffe großzügig an die Wurzeln ab.

Ein weiteres „Geheimnis“ des Weinguts liegt sowohl in der traditionellen Herstellung der Portweine als auch im nachhaltigen Anbau der Pflanzen. Natürlich hat sich die Kellertechnik auch bei Taylor’s Port weiterentwickelt; in den Weinbergen aber wird noch nach ähnlichen Prinzipien wie vor Jahrhunderten gearbeitet. Was damals einfach natürlich war, gilt heute als modern und weitsichtig und wird von vielen anderen Gütern wieder angestrebt: Weinbau im Einklang mit der Natur. Ein Einklang, der sich übrigens auch auf den Geschmack sehr positiv auswirkt.

Zwei Hauptsitze und viele Marken

Von Taylor’s Port gibt es selbstverständlich diverse Portweine für den breiten Markt, am bekanntesten dürften dabei Ruby und Tawny sein. Sie haben einen erstklassigen Ruf, die absoluten Highlights des Unternehmens aber sind - natürlich - die Vintage Ports. Nur in den besten Jahrgängen macht Taylor’s Port sich überhaupt die Mühe, diese super edlen Tropfen herzustellen. Der Port wird dafür in alten Eichenfässern gereift. Mit der Zeit nimmt er Aromen an, die von Portfans hochgeschätzt werden. Schon beim Öffnen der Flaschen strömt dann der komplexe Duft von Nüssen und dunklen Früchten, von warmen Gewürzen und Honig aus.

Auf der entgegen gesetzten Seite des Spektrums hat das Weingut in den letzten Jahren zudem Produkte entwickelt und dem Port damit auch neue Konsumenten erschlossen. Als Beispiel dafür sei hier nur der weiße „Taylor’s Dry White Port“ genannt.

Taylor’s Port umfasst heute nicht nur ein großes Sortiment an Portweinen, sondern hat auch sein Markenportfolio über die Zeit stark erweitert. Heute gehören neben Taylor’s noch Fonseca, Fonseca-Guimaraens sowie Krohn und Croft zur Unternehmensfamilie. Darüber hinaus wurden auch noch einige Weingüter akquiriert. So viel Zuwachs hat irgendwann die Einrichtung eines zweiten Hauptsitzes nötig gemacht. Von Porto aus steuert das Unternehmen deshalb heute seine weltweiten Handelsaktivitäten, während am Ursprungsgut weiter produziert wird.

Dort, an der Mündung des Douro in den Atlantik, können Portliebhaber sich nach wie vor ein eigenes Bild von der Portproduktion machen. Das Weingut bietet nicht nur diverse Verkostungen an, sondern auch Führungen durch den Keller und die Weingärten.