Peter Lehmann Wein

Weingut Peter Lehmann. Australiens Nummer 1

Für das deutsche Ohr klingt der Name „Peter Lehmann“ nett. Nett und durchschnittlich. Am anderen Ende der Welt, Down Under in Australien, liegt jedoch eine gehörige Portion Respekt und Bewunderung in der Luft, wenn von Peter Lehmann die Rede ist. So hieß nämlich der Mann, der es in wenigen Jahrzehnten geschafft hat, sich zu einer Weinlegende zu entwickeln - schon zu Lebzeiten. Von ihrer Gründung, die so etwas wie eine bockige Trotzreaktion war, hat es die „Peter Lehmann Winery“ zu nationaler und internationaler Anerkennung gebracht, mit der - natürlich - auch ein großer wirtschaftlicher Erfolg einhergeht. Nicht nur für den Namensgeber und seine Nachfolger selbst, sondern auch für viele kleinere Winzer, die ihm vertrauensvoll und auf gleichbleibend hohem Niveau zugearbeitet haben und das auch bis über seinen Tod hinaus weiter tun.

Der Tod erzwingt eine schicks­­­alhafte Entscheidung

Rückblende ins Jahr 1930. In Angastan, im Barossa Valley im südlichen Australien, kommt Peter Lehmann am 18. August zur Welt. Sein Vater und Nachfahre preußischer Einwanderer ist der lutherische Pastor des kleinen Ortes. Eigentlich soll Peter in seine Fußstapfen treten, doch es kommt anders. Der Junge verliert seinen Vater früh, verlässt schließlich die Schule und steht seiner Mutter bei. Mit 17 nimmt er eine Stelle in der Yalumba Winery an. Eine schicksalhafte Entscheidung, denn hier trifft er auf den legendären Weinexperten Rudi Kronberger, der Peter Lehmann mehr als nur die Grundlagen der Weinproduktion vermittelt. 13 Jahre lang arbeiten die beiden zusammen, dann wechselt Lehmann zu Saltram Wines. Er ist dort ein hoch dotierter und hoch angesehener Manager, als es 1980, nach 20 Jahren im Betrieb, nicht mehr weitergeht. Peter Lehmann will es nicht länger mitverantworten, dass es für die Weinbauern seiner Heimat immer weiter bergab geht. Zuerst müssen sie jahrelang die Folgen von Überproduktion ertragen, dann wollen die großen Unternehmen ihre Löhne noch weiter drücken. Peter Lehmann steigt aus.
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Peter Lehmann Wein

Weingut Peter Lehmann. Australiens Nummer 1

Für das deutsche Ohr klingt der Name „Peter Lehmann“ nett. Nett und durchschnittlich. Am anderen Ende der Welt, Down Under in Australien, liegt jedoch eine gehörige Portion Respekt und Bewunderung in der Luft, wenn von Peter Lehmann die Rede ist. So hieß nämlich der Mann, der es in wenigen Jahrzehnten geschafft hat, sich zu einer Weinlegende zu entwickeln - schon zu Lebzeiten. Von ihrer Gründung, die so etwas wie eine bockige Trotzreaktion war, hat es die „Peter Lehmann Winery“ zu nationaler und internationaler Anerkennung gebracht, mit der - natürlich - auch ein großer wirtschaftlicher Erfolg einhergeht. Nicht nur für den Namensgeber und seine Nachfolger selbst, sondern auch für viele kleinere Winzer, die ihm vertrauensvoll und auf gleichbleibend hohem Niveau zugearbeitet haben und das auch bis über seinen Tod hinaus weiter tun.

Der Tod erzwingt eine schicks­­­alhafte Entscheidung

Rückblende ins Jahr 1930. In Angastan, im Barossa Valley im südlichen Australien, kommt Peter Lehmann am 18. August zur Welt. Sein Vater und Nachfahre preußischer Einwanderer ist der lutherische Pastor des kleinen Ortes. Eigentlich soll Peter in seine Fußstapfen treten, doch es kommt anders. Der Junge verliert seinen Vater früh, verlässt schließlich die Schule und steht seiner Mutter bei. Mit 17 nimmt er eine Stelle in der Yalumba Winery an. Eine schicksalhafte Entscheidung, denn hier trifft er auf den legendären Weinexperten Rudi Kronberger, der Peter Lehmann mehr als nur die Grundlagen der Weinproduktion vermittelt. 13 Jahre lang arbeiten die beiden zusammen, dann wechselt Lehmann zu Saltram Wines. Er ist dort ein hoch dotierter und hoch angesehener Manager, als es 1980, nach 20 Jahren im Betrieb, nicht mehr weitergeht. Peter Lehmann will es nicht länger mitverantworten, dass es für die Weinbauern seiner Heimat immer weiter bergab geht. Zuerst müssen sie jahrelang die Folgen von Überproduktion ertragen, dann wollen die großen Unternehmen ihre Löhne noch weiter drücken. Peter Lehmann steigt aus.
Er steigt aus, glaubt aber an das Barossa Valley und das Potenzial, dass in seinen Böden steckt. Der Manager, der sorgenfrei hätte leben können, riskiert alles und macht sich selbstständig. Die Zeit ist reif für die „Peter Lehmann Winery“.

Vom Manager zur lebenden Legende

Der unternehmerische Mut zahlt sich (fast) sofort aus. Peter Lehmann arbeitet mit Winzern zusammen, die er seit Jahrzehnten kennt und die ihrerseits seit Generationen ihre Weingärten beackern. 185 Partner hat das Unternehmen heute, die Trauben für die Weine können aus über 900 Lagen ausgewählt werden. Darunter gibt es kaum einen Rebstock, der jünger als 20 Jahre ist, aber viele, die seit 50 bis 100 Jahren Trauben liefern.

Peter Lehmann will aus diesem erstklassigen Material Weine von höchster Qualität produzieren. Er stellt ein Team von Fachleuten zusammen, die den Winzern mit neuesten Erkenntnissen zur Seite stehen. Im Jahr 1977 wird „Masterson Barossa Vineyards“ gegründet und 5 Jahre später in „Peter Lehmann Winery“ umbenannt. 1990 steigt sein Sohn mit ein.

Erträge werden optimiert, die Qualitätsansprüche werden kontinuierlich angehoben. Nicht nur Händler und Verbraucher honorieren diese Haltung. Auch die Fachwelt will und kann irgendwann nicht mehr an Peter Lehmann vorbeisehen.

Peter Lehmann verkaufte 2003 Anteile an den in Bern geborenen Donald M. Hess bzw. die Hess Family Estates, blieb aber Geschäftsführer.

Erstmals 2003, aber auch 2006 und 2008 wird sein Unternehmen offiziell als „Beste Kellerei Australiens“ ausgezeichnet. Peter Lehmann erlebt das alles noch, kann seinen Aufstieg zur Legende gemeinsam mit seinem Sohn Doug genießen. Im Juni 2013, kurz vor seinem 83. Geburtstag, stirbt Peter Lehmann. Sein Sohn überlebt ihn nur ein Jahr.

Ende 2014 beschlossen die Witwe von Peter Lehmann (Margret Lehmann) und die Hess Family Estates, ihre Anteile an Casella Family Brand aus Australien zu verkaufen.

Shiraz ist auch bei Lehmann die Vorzeigetraube

Ein hundertprozentiges Familienunternehmen ist „Peter Lehmann Winery“ heute nicht mehr. Die Philosophie des Gründers aber hat nach wie vor Bestand. Deshalb werden auch weiter fast ausschließlich sortenreine Weine produziert, die in einem fast unglaublichen Preis-Leistungs-Verhältnis auf den Markt kommen. Die Hauptrolle spielen dabei Weine aus der Shiraz-Traube. Sie ist nicht nur das Aushängeschild des australischen Weins schlechthin, sondern sie gedeiht auch besonders gut im mediterranen Klima des Barossa-Tals.

Rotweinfreunde sollten sich diese Tropfen unbedingt gönnen, daneben aber durchaus auch den Cabernet Sauvignon aus dem Hause Peter Lehmann probieren. Selbstverständlich kommen auch Weißweinfans nicht zu kurz. Für sie keltert das Weingut Peter Lehmann zum Beispiel Weine aus der Chardonnay und der Semillion Traube.

Wer das Weingut besuchen möchte, der findet es in Tanunda, etwa 70 Meilen nördlich von Adelaide.

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Peter Lehmann, Wildcard Cabernet Sauvignon Merlot, 2011
Peter Lehmann, Wildcard Cabernet Sauvignon Merlot, 2011
Inhalt 0.75 Liter (10,53 € * / 1 Liter)
7,90 € *
Peter Lehmann, Wildcard Shiraz, 2013
Peter Lehmann, Wildcard Shiraz, 2013
Inhalt 0.75 Liter (10,53 € * / 1 Liter)
7,90 € *
Peter Lehmann, The Futures Shiraz, 2012
Peter Lehmann, The Futures Shiraz, 2012
Inhalt 0.75 Liter (22,53 € * / 1 Liter)
16,90 € *
Peter Lehmann, Stonewell Shiraz, 2010
Peter Lehmann, Stonewell Shiraz, 2010
Inhalt 0.75 Liter (66,53 € * / 1 Liter)
49,90 € *
Peter Lehmann, Mentor, 2011
Peter Lehmann, Mentor, 2011
Inhalt 0.75 Liter (41,20 € * / 1 Liter)
30,90 € *
Peter Lehmann, Layers White, 2014
Peter Lehmann, Layers White, 2014
Inhalt 0.75 Liter (14,00 € * / 1 Liter)
10,50 € *
Peter Lehmann, Layers Red, 2014
Peter Lehmann, Layers Red, 2014
Inhalt 0.75 Liter (14,00 € * / 1 Liter)
10,50 € *
Peter Lehmann, Eight Songs Shiraz, 2011
Peter Lehmann, Eight Songs Shiraz, 2011
Inhalt 0.75 Liter (41,20 € * / 1 Liter)
30,90 € *
Peter Lehmann, Clancy’s, 2013
Peter Lehmann, Clancy’s, 2013
Inhalt 0.75 Liter (16,67 € * / 1 Liter)
12,50 € *
Er steigt aus, glaubt aber an das Barossa Valley und das Potenzial, dass in seinen Böden steckt. Der Manager, der sorgenfrei hätte leben können, riskiert alles und macht sich selbstständig. Die Zeit ist reif für die „Peter Lehmann Winery“.

Vom Manager zur lebenden Legende

Der unternehmerische Mut zahlt sich (fast) sofort aus. Peter Lehmann arbeitet mit Winzern zusammen, die er seit Jahrzehnten kennt und die ihrerseits seit Generationen ihre Weingärten beackern. 185 Partner hat das Unternehmen heute, die Trauben für die Weine können aus über 900 Lagen ausgewählt werden. Darunter gibt es kaum einen Rebstock, der jünger als 20 Jahre ist, aber viele, die seit 50 bis 100 Jahren Trauben liefern.

Peter Lehmann will aus diesem erstklassigen Material Weine von höchster Qualität produzieren. Er stellt ein Team von Fachleuten zusammen, die den Winzern mit neuesten Erkenntnissen zur Seite stehen. Im Jahr 1977 wird „Masterson Barossa Vineyards“ gegründet und 5 Jahre später in „Peter Lehmann Winery“ umbenannt. 1990 steigt sein Sohn mit ein.

Erträge werden optimiert, die Qualitätsansprüche werden kontinuierlich angehoben. Nicht nur Händler und Verbraucher honorieren diese Haltung. Auch die Fachwelt will und kann irgendwann nicht mehr an Peter Lehmann vorbeisehen.

Peter Lehmann verkaufte 2003 Anteile an den in Bern geborenen Donald M. Hess bzw. die Hess Family Estates, blieb aber Geschäftsführer.

Erstmals 2003, aber auch 2006 und 2008 wird sein Unternehmen offiziell als „Beste Kellerei Australiens“ ausgezeichnet. Peter Lehmann erlebt das alles noch, kann seinen Aufstieg zur Legende gemeinsam mit seinem Sohn Doug genießen. Im Juni 2013, kurz vor seinem 83. Geburtstag, stirbt Peter Lehmann. Sein Sohn überlebt ihn nur ein Jahr.

Ende 2014 beschlossen die Witwe von Peter Lehmann (Margret Lehmann) und die Hess Family Estates, ihre Anteile an Casella Family Brand aus Australien zu verkaufen.

Shiraz ist auch bei Lehmann die Vorzeigetraube

Ein hundertprozentiges Familienunternehmen ist „Peter Lehmann Winery“ heute nicht mehr. Die Philosophie des Gründers aber hat nach wie vor Bestand. Deshalb werden auch weiter fast ausschließlich sortenreine Weine produziert, die in einem fast unglaublichen Preis-Leistungs-Verhältnis auf den Markt kommen. Die Hauptrolle spielen dabei Weine aus der Shiraz-Traube. Sie ist nicht nur das Aushängeschild des australischen Weins schlechthin, sondern sie gedeiht auch besonders gut im mediterranen Klima des Barossa-Tals.

Rotweinfreunde sollten sich diese Tropfen unbedingt gönnen, daneben aber durchaus auch den Cabernet Sauvignon aus dem Hause Peter Lehmann probieren. Selbstverständlich kommen auch Weißweinfans nicht zu kurz. Für sie keltert das Weingut Peter Lehmann zum Beispiel Weine aus der Chardonnay und der Semillion Traube.

Wer das Weingut besuchen möchte, der findet es in Tanunda, etwa 70 Meilen nördlich von Adelaide.