Weingut Freiherr von Gleichenstein am Kaiserstuhl

Wo die Tropfen seit elf Generationen immer besser werden

Wo es in Deutschland am schönsten ist, ist nicht objektiv zu beantworten, wo es am wärmsten ist, hingegen schon. Am wärmsten ist es am Kaiserstuhl in Baden und da ist es auch, so findet es jedenfalls Freiherr Johannes von Gleichenstein, am schönsten. Selbst überzeugte norddeutsche Gemüter können es dem Mann nicht verdenken, dass er das so sieht. Denn die „Gleichensteins“ sind in der badischen Region tief verwurzelt. Das war schon so, bevor der Benediktinerorden der Adelsfamilie 1634 das Kloster St. Blasien vermachte. Erst danach stiegen die von Gleichensteins auch zu bedeutenden Winzern auf. Das ehemalige Kloster wurde unter ihnen zu einem bedeutenden Weingut. Es blieb seitdem ununterbrochen in der Familie. Heute bewirtschaftet Johannes von Gleichenstein das Gut in elfter Generation und produziert dort Tropfen, die zum Besten gehören, was der Kaiserstuhl Weinfreunden zu bieten hat.

Alleinherrscher mit Teamgeist

Wir wissen nicht, wie die Generationswechsel der letzten Jahrhunderte vonstattengegangen sind. Dass aber der jüngste Wechsel nicht ganz ohne gewesen ist, gibt Johannes von Gleichenstein selbst unumwunden zu. Inzwischen ist es eine gern erzählte Familienanekdote, wie er Anfang des neuen Jahrtausends seinem Vater die Pistole auf die Brust setzte. Ja, er würde das Gut übernehmen und ja, er fühlte sich nach einem Fachstudium und einem mehrjährigen Aufenthalt auf australischen Weingütern bereit und bestens ausgebildet dafür.
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Weingut Freiherr von Gleichenstein am Kaiserstuhl

Wo die Tropfen seit elf Generationen immer besser werden

Wo es in Deutschland am schönsten ist, ist nicht objektiv zu beantworten, wo es am wärmsten ist, hingegen schon. Am wärmsten ist es am Kaiserstuhl in Baden und da ist es auch, so findet es jedenfalls Freiherr Johannes von Gleichenstein, am schönsten. Selbst überzeugte norddeutsche Gemüter können es dem Mann nicht verdenken, dass er das so sieht. Denn die „Gleichensteins“ sind in der badischen Region tief verwurzelt. Das war schon so, bevor der Benediktinerorden der Adelsfamilie 1634 das Kloster St. Blasien vermachte. Erst danach stiegen die von Gleichensteins auch zu bedeutenden Winzern auf. Das ehemalige Kloster wurde unter ihnen zu einem bedeutenden Weingut. Es blieb seitdem ununterbrochen in der Familie. Heute bewirtschaftet Johannes von Gleichenstein das Gut in elfter Generation und produziert dort Tropfen, die zum Besten gehören, was der Kaiserstuhl Weinfreunden zu bieten hat.

Alleinherrscher mit Teamgeist

Wir wissen nicht, wie die Generationswechsel der letzten Jahrhunderte vonstattengegangen sind. Dass aber der jüngste Wechsel nicht ganz ohne gewesen ist, gibt Johannes von Gleichenstein selbst unumwunden zu. Inzwischen ist es eine gern erzählte Familienanekdote, wie er Anfang des neuen Jahrtausends seinem Vater die Pistole auf die Brust setzte. Ja, er würde das Gut übernehmen und ja, er fühlte sich nach einem Fachstudium und einem mehrjährigen Aufenthalt auf australischen Weingütern bereit und bestens ausgebildet dafür.
Allerdings, der Preis für die Familientradition war die Alleinherrschaft. Johannes von Gleichenstein wollte kommen, Vater Hans Joachim sollte dafür seinen Schreibtisch räumen. Drei Monate gewährte sich der Patriarch Bedenkzeit, dann stimmte er zu. 2003 wurde Johannes von Gleichenstein der neue Chef auf dem Familiengut, und er krempelte sofort die Ärmel auf.

Bis dato war das Gut ein gemischter Agrarbetrieb, in dem man unter anderem auch Wein produzierte. Das wurde nun anders. Unter Johannes von Gleichenstein konzentrierte sich das Familienunternehmen ausschließlich auf den Anbau einiger weniger Rebsorten und ihrer Verarbeitung zu hochwertigen Weinen. Bei alldem war dem jungen, neuen Chef aber keineswegs der Teamgeist abhandengekommen. Er scharte schnell eine Gruppe gleich gesinnter Mitarbeiter um sich, mit der er seine Pläne konsequent in die Tat umsetzen konnte. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten.

Weniger ist im Kaiserstuhl mehr

Der Vater hatte noch eine Vielfalt aus 13 Rebsorten kultiviert, aus der er jeweils zehn bis 15 unterschiedliche Weine kelterte. Der Sohn erkannte die Zeichen der Zeit und konzentrierte sich auf fünf Rebsorten. Auf einer Fläche von rund 50 Hektar werden heute Spätburgunder, weißer und grauer Burgunder sowie zu kleineren Teilen Müller-Thurgau, Chardonnay und Muskateller kultiviert. Die Weine, die später seinen Keller verlassen, teilt Johannes von Gleichenstein in drei Kategorien ein. Da sind zum einen die Kabinett- und Qualitätsweine, die unter der Bezeichnung „Hofgarten“ vermarktet werden. Für den Gutsherrn sind das frische, süffige Weine, die sich im Alltag leicht trinken lassen und keinen besonderen Anlass brauchen.

Johannes von Gleichenstein produziert mit seinem Team aber auch komplexe Weine mit viel Tiefe. Dafür werden oft die Trauben der Spätlese genutzt. Mit diesen Weinen möchte Johannes von Gleichenstein ein gutes Essen begleiten, eine besondere Mußestunde verschönern oder einfach einen erfahrenen, reifen Weinkenner begeistern, ohne dass er dabei pleite wird.

Die nächste Generation kann bereits ausgeschenkt werden

Die nächste Generation derer von Gleichenstein sich in der Weinwelt bereits angekündigt. Die beiden Topgewächse des Weinguts aus der Produktreihe „Barone“ hat Johannes nach seinen Söhnen Philipp und Louis benannt.

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Allerdings, der Preis für die Familientradition war die Alleinherrschaft. Johannes von Gleichenstein wollte kommen, Vater Hans Joachim sollte dafür seinen Schreibtisch räumen. Drei Monate gewährte sich der Patriarch Bedenkzeit, dann stimmte er zu. 2003 wurde Johannes von Gleichenstein der neue Chef auf dem Familiengut, und er krempelte sofort die Ärmel auf.

Bis dato war das Gut ein gemischter Agrarbetrieb, in dem man unter anderem auch Wein produzierte. Das wurde nun anders. Unter Johannes von Gleichenstein konzentrierte sich das Familienunternehmen ausschließlich auf den Anbau einiger weniger Rebsorten und ihrer Verarbeitung zu hochwertigen Weinen. Bei alldem war dem jungen, neuen Chef aber keineswegs der Teamgeist abhandengekommen. Er scharte schnell eine Gruppe gleich gesinnter Mitarbeiter um sich, mit der er seine Pläne konsequent in die Tat umsetzen konnte. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten.

Weniger ist im Kaiserstuhl mehr

Der Vater hatte noch eine Vielfalt aus 13 Rebsorten kultiviert, aus der er jeweils zehn bis 15 unterschiedliche Weine kelterte. Der Sohn erkannte die Zeichen der Zeit und konzentrierte sich auf fünf Rebsorten. Auf einer Fläche von rund 50 Hektar werden heute Spätburgunder, weißer und grauer Burgunder sowie zu kleineren Teilen Müller-Thurgau, Chardonnay und Muskateller kultiviert. Die Weine, die später seinen Keller verlassen, teilt Johannes von Gleichenstein in drei Kategorien ein. Da sind zum einen die Kabinett- und Qualitätsweine, die unter der Bezeichnung „Hofgarten“ vermarktet werden. Für den Gutsherrn sind das frische, süffige Weine, die sich im Alltag leicht trinken lassen und keinen besonderen Anlass brauchen.

Johannes von Gleichenstein produziert mit seinem Team aber auch komplexe Weine mit viel Tiefe. Dafür werden oft die Trauben der Spätlese genutzt. Mit diesen Weinen möchte Johannes von Gleichenstein ein gutes Essen begleiten, eine besondere Mußestunde verschönern oder einfach einen erfahrenen, reifen Weinkenner begeistern, ohne dass er dabei pleite wird.

Die nächste Generation kann bereits ausgeschenkt werden

Die nächste Generation derer von Gleichenstein sich in der Weinwelt bereits angekündigt. Die beiden Topgewächse des Weinguts aus der Produktreihe „Barone“ hat Johannes nach seinen Söhnen Philipp und Louis benannt.