Tenuta di Tavignano Wein. Markanter Genuss zwischen sanften Hügeln

Die Geschichte des Weinguts Tenuta di Tavignano liest sich fast wie ein Ratgeber fürs Leben: „Halte an Deinen innersten Überzeugungen fest und Du wirst damit Erfolg haben. Es mag dauern, aber Du wirst Dich damit durchsetzen und ein gelungenes Leben führen“. Beatrice Lucangeli und Stefano Aymerich di Laconi hätten es Mitte der Siebziger Jahre vielleicht nicht so formuliert, als sie nahe Jesi in den italienischen Marken die Tenuta di Tavignano kauften. Im Rückblick aber war genau diese Einstellung das Credo des Ehepaares. Nachdem sie den grundsätzlichen Entschluss gefasst hatten, die Qualität ihrer Weine nachhaltig zu verbessern, folgten sie konsequent ihren Überzeugungen. Heute ist die Marke „Tenuta di Tavignano“ international anerkannt für ihre hervorragenden (und inzwischen auch zertifizierten) Bio-Weine aus autochthonen mittelitalienischen Rebsorten.
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Tenuta di Tavignano Wein. Markanter Genuss zwischen sanften Hügeln
Die Geschichte des Weinguts Tenuta di Tavignano liest sich fast wie ein Ratgeber fürs Leben: „Halte an Deinen innersten Überzeugungen fest und Du wirst damit Erfolg haben. Es mag dauern, aber Du wirst Dich damit durchsetzen und ein gelungenes Leben führen“. Beatrice Lucangeli und Stefano Aymerich di Laconi hätten es Mitte der Siebziger Jahre vielleicht nicht so formuliert, als sie nahe Jesi in den italienischen Marken die Tenuta di Tavignano kauften. Im Rückblick aber war genau diese Einstellung das Credo des Ehepaares. Nachdem sie den grundsätzlichen Entschluss gefasst hatten, die Qualität ihrer Weine nachhaltig zu verbessern, folgten sie konsequent ihren Überzeugungen. Heute ist die Marke „Tenuta di Tavignano“ international anerkannt für ihre hervorragenden (und inzwischen auch zertifizierten) Bio-Weine aus autochthonen mittelitalienischen Rebsorten.

Vier Rebsorten und ein Olivengarten

Es hört sich möglicherweise nicht besonders mutig an, was das Ehepaar da im letzten Jahrzehnt des vergangenen Jahrtausends begonnen hat. Doch genau das war es. Während die Weinwelt sich an bekannten Rebsorten mit internationalem Flair berauschte, geschah in der Tenuta di Tavignano genau das Gegenteil. Das Winzerehepaar hatte das Potenzial der einheimischen Rebsorte Verdicchio erkannt und begann behutsam, seinen gesamten Weingarten umzugraben und umzustellen. Das Projekt wurde behutsam in Angriff genommen und immer in Zusammenarbeit mit erfahrenen Önologen. Hier seien insbesondere die Namen Giancarlo Soverchia und Pierluigi Lorenzetti genannt. Heute zeichnen hauptsächlich vier Rebsorten für die vielfach preisgekrönten Weine der Tenuta verantwortlich: Verdicchio und Passerina auf der weißen Seite, Montepulciano und Sangiovese auf der roten. Die Reben gedeihen in Lagen, die sich allesamt auf einer homogenen Fläche von 230 Hektar in den Marken befinden, wo auch das Kellereigebäude steht. Eingebettet in eine sanfte Hügellandschaft wachsen hier neben den Weinreben auch diverse Olivenbäume, aus denen feinstes Öl kalt gepresst wird.

Biologisch, dynamisch, gut

In der Tenuta war der Umgang mit der Natur von Anfang an durch liebevollen Respekt geprägt. Inzwischen ist aus dieser Grundhaltung ein Anbau nach biologisch-dynamischen Prinzipien geworden, der seit dem Jahrgang 2015 auch zertifiziert ist. Die Rebstöcke sind in aller Regel etwa 20 Jahre alt und befinden sich in Lagen zwischen 260 und 320 Metern über Normallnull. Die Lese findet grundsätzlich von Hand und wenn irgend möglich in den jeweils kühlsten Phasen des Tages statt. In der Tenuta di Tavignano sind die Wege vom Weingarten zum Keller kurz, denn das gesamte Anwesen ist zusammenhängend und kompakt. Jede Rebsorte wird hier ihren individuellen geschmacklichen Eigenschaften entsprechend verarbeitet und reift entweder in Stahltanks oder in Barriquefässern aus französischer oder slawonischer Eiche. Slawonien ist übrigens eine historische Region im heutigen Kroatien.

Das Beste verraten wir erst zum Schluss

Es kommt nicht jeden Tag vor, dass ein Weingut aus den Marken international große Erfolge verbuchen kann. Oft ist das den bekannteren Weinanbaugebieten vorbehalten, etwa der Toskana oder Südtirol. Doch wenn es um die Tenuta di Tavignano geht, dann gelten Verallgemeinerungen nicht mehr. Das wunderschön gelegene Weingut nahe San Marino und der Adria ist schlicht und einfach überragend. Eine solche Behauptung sollte belegt werden? Stimmt, also belegen wir: Der Verdicchio Classico Superiore des Jahrgangs 2015 ist im zwei später erschienenen Gambero Rosso als bester Weißwein Italiens ausgezeichnet worden. Besser geht es nicht. Ob es vielleicht etwas damit zu tun hat, dass Ondine de la Feld ein Jahr zuvor in die Chefetage des Weinguts eingetreten ist? Die junge Frau unterstützt dort ihren Onkel Stefano und hat die Linie „I love Monsters“ ins Leben gerufen. Diese „Monsterweine“ sind nicht nur super gut, sondern sprechen mit ihrem vergleichsweise niedrigen Alkoholgehalt und ihrem coolen Flaschendesign auch eine jüngere Generation von Weinfreunden an. Auch, aber keineswegs nur!

Neben den bereits erwähnten vier Hauptsorten gedeihen im Weingarten der Tenuta di Tavignano auch noch kleinere Menge der Sorten Lacrima, Cabernet-Sauvignon und Merlot. Die DOC-Weine der Tenuta sind der Verdicchio dei Castelli di Jesi und Rosso Piceno.

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Vier Rebsorten und ein Olivengarten

Es hört sich möglicherweise nicht besonders mutig an, was das Ehepaar da im letzten Jahrzehnt des vergangenen Jahrtausends begonnen hat. Doch genau das war es. Während die Weinwelt sich an bekannten Rebsorten mit internationalem Flair berauschte, geschah in der Tenuta di Tavignano genau das Gegenteil. Das Winzerehepaar hatte das Potenzial der einheimischen Rebsorte Verdicchio erkannt und begann behutsam, seinen gesamten Weingarten umzugraben und umzustellen. Das Projekt wurde behutsam in Angriff genommen und immer in Zusammenarbeit mit erfahrenen Önologen. Hier seien insbesondere die Namen Giancarlo Soverchia und Pierluigi Lorenzetti genannt. Heute zeichnen hauptsächlich vier Rebsorten für die vielfach preisgekrönten Weine der Tenuta verantwortlich: Verdicchio und Passerina auf der weißen Seite, Montepulciano und Sangiovese auf der roten. Die Reben gedeihen in Lagen, die sich allesamt auf einer homogenen Fläche von 230 Hektar in den Marken befinden, wo auch das Kellereigebäude steht. Eingebettet in eine sanfte Hügellandschaft wachsen hier neben den Weinreben auch diverse Olivenbäume, aus denen feinstes Öl kalt gepresst wird.

Biologisch, dynamisch, gut

In der Tenuta war der Umgang mit der Natur von Anfang an durch liebevollen Respekt geprägt. Inzwischen ist aus dieser Grundhaltung ein Anbau nach biologisch-dynamischen Prinzipien geworden, der seit dem Jahrgang 2015 auch zertifiziert ist. Die Rebstöcke sind in aller Regel etwa 20 Jahre alt und befinden sich in Lagen zwischen 260 und 320 Metern über Normallnull. Die Lese findet grundsätzlich von Hand und wenn irgend möglich in den jeweils kühlsten Phasen des Tages statt. In der Tenuta di Tavignano sind die Wege vom Weingarten zum Keller kurz, denn das gesamte Anwesen ist zusammenhängend und kompakt. Jede Rebsorte wird hier ihren individuellen geschmacklichen Eigenschaften entsprechend verarbeitet und reift entweder in Stahltanks oder in Barriquefässern aus französischer oder slawonischer Eiche. Slawonien ist übrigens eine historische Region im heutigen Kroatien.

Das Beste verraten wir erst zum Schluss

Es kommt nicht jeden Tag vor, dass ein Weingut aus den Marken international große Erfolge verbuchen kann. Oft ist das den bekannteren Weinanbaugebieten vorbehalten, etwa der Toskana oder Südtirol. Doch wenn es um die Tenuta di Tavignano geht, dann gelten Verallgemeinerungen nicht mehr. Das wunderschön gelegene Weingut nahe San Marino und der Adria ist schlicht und einfach überragend. Eine solche Behauptung sollte belegt werden? Stimmt, also belegen wir: Der Verdicchio Classico Superiore des Jahrgangs 2015 ist im zwei später erschienenen Gambero Rosso als bester Weißwein Italiens ausgezeichnet worden. Besser geht es nicht. Ob es vielleicht etwas damit zu tun hat, dass Ondine de la Feld ein Jahr zuvor in die Chefetage des Weinguts eingetreten ist? Die junge Frau unterstützt dort ihren Onkel Stefano und hat die Linie „I love Monsters“ ins Leben gerufen. Diese „Monsterweine“ sind nicht nur super gut, sondern sprechen mit ihrem vergleichsweise niedrigen Alkoholgehalt und ihrem coolen Flaschendesign auch eine jüngere Generation von Weinfreunden an. Auch, aber keineswegs nur!

Neben den bereits erwähnten vier Hauptsorten gedeihen im Weingarten der Tenuta di Tavignano auch noch kleinere Menge der Sorten Lacrima, Cabernet-Sauvignon und Merlot. Die DOC-Weine der Tenuta sind der Verdicchio dei Castelli di Jesi und Rosso Piceno.