Weine aus der Emilia-Romagna. Eine Region, zwei Stile

Wo fangen wir an, in der Emilia oder in der Romagna? Administrativ bilden die zwei zwar eine Einheit, in Sachen Wein aber unterscheiden sie sich deutlich. Insgesamt stehen hier 60.000 Hektar unter Reben. Die gesamte Region reicht von der Po-Ebene im Norden bis zu den Apenninen im Süden. Weil eine gute Grundlage beim Trinken von Vorteil ist, geht es am besten zuerst in die Region Emilia. Sie ist nicht umsonst für ihre wunderbaren Delikatessen bekannt. Wie wäre es also mit ein paar Scheiben Schinken aus Parma vorab, mit herzhaftem Parmesankäse aus Reggio oder mit Tomaten, die mit Balsamessig aus Modena veredelt wurden? Dazu gibt es in der Emilia ein Glas Lambrusco, oder besser: ein gutes Glas Lambrusco. In der Emilia kann Lambrusco etwas mit der süßen „Einstiegsdroge“ zu tun haben, die immer noch auf Studentenpartys konsumiert wird. Wie gesagt: kann, muss es aber nicht. Denn es gibt hier auch Lambruscos vom Feinsten. Trockene Weine aus dieser Rebsorte, die so zu Unrecht unterschätzt wird, weil ihr in den Kellereien so viel Unrecht angetan wird. Nun, speziell in den DOC-Regionen Lambrusco Grasparossa di Castelvetro und Lambrusco di Sorbara ist das völlig anders. Hier werden erwachsene Lambrusco-Weine gekeltert. Trocken, mit Klasse. Die Weine duften nach roten Beeren und ganz zart auch nach frisch gepflückten Blüten. Ein Genuss, den man sich bei einem Besuch in der Emilia nicht entgehen lassen sollte.
weiterlesen
Wo fangen wir an, in der Emilia oder in der Romagna? Administrativ bilden die zwei zwar eine Einheit, in Sachen Wein aber unterscheiden sie sich deutlich. Insgesamt stehen hier 60.000 Hektar unter... mehr erfahren »
Fenster schließen
Weine aus der Emilia-Romagna. Eine Region, zwei Stile
Wo fangen wir an, in der Emilia oder in der Romagna? Administrativ bilden die zwei zwar eine Einheit, in Sachen Wein aber unterscheiden sie sich deutlich. Insgesamt stehen hier 60.000 Hektar unter Reben. Die gesamte Region reicht von der Po-Ebene im Norden bis zu den Apenninen im Süden. Weil eine gute Grundlage beim Trinken von Vorteil ist, geht es am besten zuerst in die Region Emilia. Sie ist nicht umsonst für ihre wunderbaren Delikatessen bekannt. Wie wäre es also mit ein paar Scheiben Schinken aus Parma vorab, mit herzhaftem Parmesankäse aus Reggio oder mit Tomaten, die mit Balsamessig aus Modena veredelt wurden? Dazu gibt es in der Emilia ein Glas Lambrusco, oder besser: ein gutes Glas Lambrusco. In der Emilia kann Lambrusco etwas mit der süßen „Einstiegsdroge“ zu tun haben, die immer noch auf Studentenpartys konsumiert wird. Wie gesagt: kann, muss es aber nicht. Denn es gibt hier auch Lambruscos vom Feinsten. Trockene Weine aus dieser Rebsorte, die so zu Unrecht unterschätzt wird, weil ihr in den Kellereien so viel Unrecht angetan wird. Nun, speziell in den DOC-Regionen Lambrusco Grasparossa di Castelvetro und Lambrusco di Sorbara ist das völlig anders. Hier werden erwachsene Lambrusco-Weine gekeltert. Trocken, mit Klasse. Die Weine duften nach roten Beeren und ganz zart auch nach frisch gepflückten Blüten. Ein Genuss, den man sich bei einem Besuch in der Emilia nicht entgehen lassen sollte.
Wann darf ein Wein in Richtung süß gehen? Zum Beispiel dann, wenn er zum Dessert gereicht wird. Es lohnt sich, in der Emilia einen Dessertwein aus der Malvasia zum Tiramisu, zur Panna Cotta, zu einem Gelato oder einfach nur zu einem Cappuccino zu bestellen. Molto italiano!

Zwischen Bologna und Rimini lässt schon die Toskana grüßen

Weiter geht es in die Romagna, Richtung Osten, Richtung Adria. Bologna liegt auf dem Weg. Ihr Beiname „la grassa“ oder „die Fette“ deutet schon an, dass auch hier hervorragend gegessen wird. Während sich Emilia und Romagna in Sachen Kulinarik die Waage halten, hat die Romagna beim Wein eindeutig die Nase vorn. Ob das vielleicht an der benachbarten Toskana liegt, aus der einige der besten Weine Italiens kommen? Jedenfalls sind auch in der Romagna viele Rebflächen mit Sangiovese bestockt, der Stamm-Rebsorte der Toskana. In der Romagna allerdings baut man sie etwas leichter aus. Auch hat ein Sangiovese aus der Romagna weniger Tannine als sein Mitstreiter aus der Toskana.

Zwischen Bologna und Rimini gibt es diverse höhere Lagen, auf denen internationale Sorten wie Cabernet Sauvignon und Merlot mit gutem Erfolg angebaut werden. Allerdings kommen sie nur in Ausnahmefällen als Qualitätswein in den Verkauf. Ihre vornehmliche Aufgabe ist es, dem Sangiovese der Region als Kombipartner mehr Substanz und Körper zu geben.

Leichte Weißweine für den Sommer

Natürlich wird in einem Land wie Italien und einer Region mit heißen Küstenabschnitten nicht nur Rotwein getrunken. Auch kühle, erfrischende Weißweine sind hier gefragt. Er wird überwiegend aus den Rebsorten Albana di Romagna und Trebbiano produziert. Diese Tropfen sind in aller Regel unkomplizierte, einfache Weine für jeden Tag. Sie sind leicht zu trinken, aber auch leicht zu vergessen. Selbstverständlich bestätigen auch hier Ausnahmen die Regel.

Filter schließen
von bis
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
Condé, Predappio DOC Romagna, 2015
Condé, Predappio DOC Romagna, 2015
Inhalt 0.75 Liter (23,87 € * / 1 Liter)
17,90 € *
Condé, Sangiovese Superiore DOC Romagna, 2016
Condé, Sangiovese Superiore DOC Romagna, 2016
Inhalt 0.75 Liter (18,53 € * / 1 Liter)
13,90 € *
Condé, Al Caleri DOC Romagna, 2018
Condé, Al Caleri DOC Romagna, 2018
Inhalt 0.75 Liter (15,87 € * / 1 Liter)
11,90 € *
Condé, Sangiovese Rosato Forli IGT, 2019
Condé, Sangiovese Rosato Forli IGT, 2019
Inhalt 0.75 Liter (15,87 € * / 1 Liter)
11,90 € *
Poderi dal Nespoli, Sangiovese Romagna Fico Grande, 2017
Poderi dal Nespoli, Sangiovese Romagna Fico Grande, 2017
Inhalt 0.75 Liter (10,00 € * / 1 Liter)
7,50 € *
Wann darf ein Wein in Richtung süß gehen? Zum Beispiel dann, wenn er zum Dessert gereicht wird. Es lohnt sich, in der Emilia einen Dessertwein aus der Malvasia zum Tiramisu, zur Panna Cotta, zu einem Gelato oder einfach nur zu einem Cappuccino zu bestellen. Molto italiano!

Zwischen Bologna und Rimini lässt schon die Toskana grüßen

Weiter geht es in die Romagna, Richtung Osten, Richtung Adria. Bologna liegt auf dem Weg. Ihr Beiname „la grassa“ oder „die Fette“ deutet schon an, dass auch hier hervorragend gegessen wird. Während sich Emilia und Romagna in Sachen Kulinarik die Waage halten, hat die Romagna beim Wein eindeutig die Nase vorn. Ob das vielleicht an der benachbarten Toskana liegt, aus der einige der besten Weine Italiens kommen? Jedenfalls sind auch in der Romagna viele Rebflächen mit Sangiovese bestockt, der Stamm-Rebsorte der Toskana. In der Romagna allerdings baut man sie etwas leichter aus. Auch hat ein Sangiovese aus der Romagna weniger Tannine als sein Mitstreiter aus der Toskana.

Zwischen Bologna und Rimini gibt es diverse höhere Lagen, auf denen internationale Sorten wie Cabernet Sauvignon und Merlot mit gutem Erfolg angebaut werden. Allerdings kommen sie nur in Ausnahmefällen als Qualitätswein in den Verkauf. Ihre vornehmliche Aufgabe ist es, dem Sangiovese der Region als Kombipartner mehr Substanz und Körper zu geben.

Leichte Weißweine für den Sommer

Natürlich wird in einem Land wie Italien und einer Region mit heißen Küstenabschnitten nicht nur Rotwein getrunken. Auch kühle, erfrischende Weißweine sind hier gefragt. Er wird überwiegend aus den Rebsorten Albana di Romagna und Trebbiano produziert. Diese Tropfen sind in aller Regel unkomplizierte, einfache Weine für jeden Tag. Sie sind leicht zu trinken, aber auch leicht zu vergessen. Selbstverständlich bestätigen auch hier Ausnahmen die Regel.