Ognissole. Eine Region, eine Vision, zwei Güter

Wahre Größe kann sich gut bescheiden geben. So ist das auch beim Weingut „Ognissole“ aus Apulien. Das Sortiment ist überschaubar, der Internetauftritt ist informativ, der ganze Ton zurückhaltend und freundlich. Aber was dahintersteckt, das ist eine wahre Schatzkammer für Weinfreunde und eine Vision, wie sie so leicht kein zweites Mal zu finden ist. Auf geht es also in den tiefen Süden Italiens, in das Land der Sonne und der Geschichte. Denn auch die gehört zum Projekt „Ognissole“ und sie reicht zurück bis in die Antike.
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Wahre Größe kann sich gut bescheiden geben. So ist das auch beim Weingut „Ognissole“ aus Apulien. Das Sortiment ist überschaubar, der Internetauftritt ist informativ, der ganze Ton zurückhaltend... mehr erfahren »
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Ognissole. Eine Region, eine Vision, zwei Güter
Wahre Größe kann sich gut bescheiden geben. So ist das auch beim Weingut „Ognissole“ aus Apulien. Das Sortiment ist überschaubar, der Internetauftritt ist informativ, der ganze Ton zurückhaltend und freundlich. Aber was dahintersteckt, das ist eine wahre Schatzkammer für Weinfreunde und eine Vision, wie sie so leicht kein zweites Mal zu finden ist. Auf geht es also in den tiefen Süden Italiens, in das Land der Sonne und der Geschichte. Denn auch die gehört zum Projekt „Ognissole“ und sie reicht zurück bis in die Antike.

Jedem das Seine

Wieso „Projekt Ognissole“ statt „Weingut Ognissole“? Weil zumindest am Anfang deutlich gemacht werden soll, dass unter diesem Namen zwei autonome Weingüter agieren, die sich aber für dieses Projekt zusammengeschlossen haben. Ihre gemeinsame Vision ist es, den autochthonen Rebsorten Apuliens wieder den Rang zu verleihen, der ihnen aufgrund ihrer Geschichte und der klimatischen Bedingungen, unter denen sie aufwachsen, gebührt. Inzwischen ist aus dieser Vision übrigens schon ein gutes Stück Realität geworden, denn „Ognissole“ kann längst mit hervorragenden Tropfen aufwarten. Die beiden Güter verfolgen zwei unterschiedliche Schwerpunkte. Dem Primitivo und dem Negroamaro ist die Arbeit des Gutes gewidmet, das im Anbaugebiet des Manduria liegt. Das zweite Gut, das übrigens seit 1992 nach zertifizierten Demeter-Prinzipien arbeitet, liegt in der Region Salento, die Italienreisende sicher als Heimat des Castel del Monte kennen. Hier bildet der Anbau der Sorten Moscato und Nero di Troia den Schwerpunkt der Produktion.

Ein paar tausend Jahre Erfahrung sind nicht ohne

Wie weit die Geschichte des Weinbaus in Apulien tatsächlich zurückreicht, das belegt nicht zuletzt der Name „Ognissole“. Die Inspiration dafür findet sich in einem Gedicht aus dem 3. Jahrhundert vor Chr. Darin besingt Leonidas von Tarent die Böden der Region, die von der Sonne verwöhnt werden, wobei „ogni sole“ für „jede Sonne“ steht. Mehr als 2300 Jahre Weinbau ist wahrlich kein schlechter Erfahrungsschatz für die Winzer Apuliens! Vor diesem Hintergrund ist natürlich auch das Logo von „Ognissole“ nicht einfach nur gutes Design. Vielmehr geht es auf ein Mosaik zurück, das einst eine römische Villa aus der vorchristlichen Zeit geschmückt hat.

Natürlich wissen Weinfreunde, dass Erfahrung nicht immer mit Qualität gleichzusetzen ist und dass Apulien eine Zeitlang mehr Masse als Klasse produziert hat. Diese Ära ist allerdings definitiv vorbei; was nicht zuletzt die Tropfen von „Ognissole“ eindrucksvoll belegen.

Wein, Wein, Wein

Welche Genüsse also hat dieses Weinprojekt zu bieten? Öffnen wir als erstes eine Flasche „Pietraia“, einen Weißwein aus den Sorten Bombino Bianco und Chardonnay. Die Trauben für diesen Tropfen gedeihen in der Nähe des Castel del Monte und werden in kleinen Kosten von Hand gelesen. Nach dem rund siebenmonatigen Ausbau in Stahltanks bietet dieser Wein neben seiner schönen strohgelben Farbe fruchtige Noten für die Nase, die von nussigen Aromen begleitet werden. Der Wein ist weich, er hat perfekte Säure und passt gut zu Geflügel und weichen Käsesorten.

Ebenfalls aus der Nachbarschaft des Castel del Monte kommen die Trauben für den Brecciato, der aus den Rebsorten Nero di Troia und Montepulciano d’Abruzzo gekeltert wird. Auch hier erfolgt die Lese sorgfältig in kleinen Kisten von Hand, der Ausbau dann im Stahltank. Im Glas leuchtet dieser Tropfen rubinrot mit violetten Reflexen. Er umhüllt die Nase vornehmlich mit dem Aroma der KIrsche, am Gaumen präsentiert er sich trocken, samtig, mit angenehmen Tanninen und viel Frucht. Bei Tisch passt der Brecciato fein zu Fleischgerichten, zu kräftigen vegetarischen Aufläufen und zu harten Käsesorten.

Der Primitivo von Ognissole ist ein Biowein, der sortenrein gekeltert wird. Er wird drei Monate lang in Stahltanks ausgebaut und reift nach der Abfüllung noch zwei Monate in der Flasche nach. Das Aroma erinnert an Früchte wie Kirsche und Brombeere, die einen Hauch an Würze mitbekommen haben. Am Gaumen ist dieser Tropfen weich, körperreich, er wärmt fast von innen. Ein toller Begleiter zu kräftigen Fleischspeisen und würzigem Käse.

Mit dem „Jalal“ eröffnet sich die Welt der Sortimentsreihe „Exzellenzen“. Für diesen sortenreinen Bio-Wein wurden Trauben der Sorte Moscato Bianco verwendet, der Most reift sieben Monate lang in Edelstahltanks. Strohgelb im Glas, mit wunderbaren Aromen von Obstsorten mit weißem Fruchtfleisch sowie Blüten ist dieser Tropfen ein idealer Aperitif, der zu Meeresfrüchten und zu Käse passt.

Der „Pontelama“ ist ein interessanter Rosé, der sortenrein aus der Nero die Troia gekeltert wird. Diese Rebsorte wird auch für den großen Rotwein „Romanico“ verwendet, der mit seinem Rubinrot mit orangen Reflexen, seinem ebenso würzigen wie fruchtigen Aroma sowie seiner Feinheit und Eleganz in diesem Sortiment kaum zu überbieten ist – wäre da nicht noch der Primitivo di Manduria. „Essentia Loci“. Statt über ihn zu lesen, sollte man ihn probieren.

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Ognissole, Primitivo Gioa del Colle, 2017
Ognissole, Primitivo Gioa del Colle, 2017
Inhalt 0.75 Liter (13,20 € * / 1 Liter)
9,90 € *

Jedem das Seine

Wieso „Projekt Ognissole“ statt „Weingut Ognissole“? Weil zumindest am Anfang deutlich gemacht werden soll, dass unter diesem Namen zwei autonome Weingüter agieren, die sich aber für dieses Projekt zusammengeschlossen haben. Ihre gemeinsame Vision ist es, den autochthonen Rebsorten Apuliens wieder den Rang zu verleihen, der ihnen aufgrund ihrer Geschichte und der klimatischen Bedingungen, unter denen sie aufwachsen, gebührt. Inzwischen ist aus dieser Vision übrigens schon ein gutes Stück Realität geworden, denn „Ognissole“ kann längst mit hervorragenden Tropfen aufwarten. Die beiden Güter verfolgen zwei unterschiedliche Schwerpunkte. Dem Primitivo und dem Negroamaro ist die Arbeit des Gutes gewidmet, das im Anbaugebiet des Manduria liegt. Das zweite Gut, das übrigens seit 1992 nach zertifizierten Demeter-Prinzipien arbeitet, liegt in der Region Salento, die Italienreisende sicher als Heimat des Castel del Monte kennen. Hier bildet der Anbau der Sorten Moscato und Nero di Troia den Schwerpunkt der Produktion.

Ein paar tausend Jahre Erfahrung sind nicht ohne

Wie weit die Geschichte des Weinbaus in Apulien tatsächlich zurückreicht, das belegt nicht zuletzt der Name „Ognissole“. Die Inspiration dafür findet sich in einem Gedicht aus dem 3. Jahrhundert vor Chr. Darin besingt Leonidas von Tarent die Böden der Region, die von der Sonne verwöhnt werden, wobei „ogni sole“ für „jede Sonne“ steht. Mehr als 2300 Jahre Weinbau ist wahrlich kein schlechter Erfahrungsschatz für die Winzer Apuliens! Vor diesem Hintergrund ist natürlich auch das Logo von „Ognissole“ nicht einfach nur gutes Design. Vielmehr geht es auf ein Mosaik zurück, das einst eine römische Villa aus der vorchristlichen Zeit geschmückt hat.

Natürlich wissen Weinfreunde, dass Erfahrung nicht immer mit Qualität gleichzusetzen ist und dass Apulien eine Zeitlang mehr Masse als Klasse produziert hat. Diese Ära ist allerdings definitiv vorbei; was nicht zuletzt die Tropfen von „Ognissole“ eindrucksvoll belegen.

Wein, Wein, Wein

Welche Genüsse also hat dieses Weinprojekt zu bieten? Öffnen wir als erstes eine Flasche „Pietraia“, einen Weißwein aus den Sorten Bombino Bianco und Chardonnay. Die Trauben für diesen Tropfen gedeihen in der Nähe des Castel del Monte und werden in kleinen Kosten von Hand gelesen. Nach dem rund siebenmonatigen Ausbau in Stahltanks bietet dieser Wein neben seiner schönen strohgelben Farbe fruchtige Noten für die Nase, die von nussigen Aromen begleitet werden. Der Wein ist weich, er hat perfekte Säure und passt gut zu Geflügel und weichen Käsesorten.

Ebenfalls aus der Nachbarschaft des Castel del Monte kommen die Trauben für den Brecciato, der aus den Rebsorten Nero di Troia und Montepulciano d’Abruzzo gekeltert wird. Auch hier erfolgt die Lese sorgfältig in kleinen Kisten von Hand, der Ausbau dann im Stahltank. Im Glas leuchtet dieser Tropfen rubinrot mit violetten Reflexen. Er umhüllt die Nase vornehmlich mit dem Aroma der KIrsche, am Gaumen präsentiert er sich trocken, samtig, mit angenehmen Tanninen und viel Frucht. Bei Tisch passt der Brecciato fein zu Fleischgerichten, zu kräftigen vegetarischen Aufläufen und zu harten Käsesorten.

Der Primitivo von Ognissole ist ein Biowein, der sortenrein gekeltert wird. Er wird drei Monate lang in Stahltanks ausgebaut und reift nach der Abfüllung noch zwei Monate in der Flasche nach. Das Aroma erinnert an Früchte wie Kirsche und Brombeere, die einen Hauch an Würze mitbekommen haben. Am Gaumen ist dieser Tropfen weich, körperreich, er wärmt fast von innen. Ein toller Begleiter zu kräftigen Fleischspeisen und würzigem Käse.

Mit dem „Jalal“ eröffnet sich die Welt der Sortimentsreihe „Exzellenzen“. Für diesen sortenreinen Bio-Wein wurden Trauben der Sorte Moscato Bianco verwendet, der Most reift sieben Monate lang in Edelstahltanks. Strohgelb im Glas, mit wunderbaren Aromen von Obstsorten mit weißem Fruchtfleisch sowie Blüten ist dieser Tropfen ein idealer Aperitif, der zu Meeresfrüchten und zu Käse passt.

Der „Pontelama“ ist ein interessanter Rosé, der sortenrein aus der Nero die Troia gekeltert wird. Diese Rebsorte wird auch für den großen Rotwein „Romanico“ verwendet, der mit seinem Rubinrot mit orangen Reflexen, seinem ebenso würzigen wie fruchtigen Aroma sowie seiner Feinheit und Eleganz in diesem Sortiment kaum zu überbieten ist – wäre da nicht noch der Primitivo di Manduria. „Essentia Loci“. Statt über ihn zu lesen, sollte man ihn probieren.