Die Kunst der Cuvées oder: Der unterschätzte Wein

Cuvée ist ein Begriff, der nicht genau definiert ist. Was aber weit verbreitet ist, ist die Annahme, dass Cuvée-Weine das Ergebnis von der Verwendung verschiedener Rebsorten sind. Diese Annahme ist korrekt, es gibt daran nichts zu beanstanden. Doch häufig wird damit auch mindere Qualität assoziiert. Und diese Vermutung könnte von der Wahrheit kaum weiter entfernt sein.
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Cuvée ist ein Begriff, der nicht genau definiert ist. Was aber weit verbreitet ist, ist die Annahme, dass Cuvée-Weine das Ergebnis von der Verwendung verschiedener Rebsorten sind. Diese Annahme ist... mehr erfahren »
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Die Kunst der Cuvées oder: Der unterschätzte Wein
Cuvée ist ein Begriff, der nicht genau definiert ist. Was aber weit verbreitet ist, ist die Annahme, dass Cuvée-Weine das Ergebnis von der Verwendung verschiedener Rebsorten sind. Diese Annahme ist korrekt, es gibt daran nichts zu beanstanden. Doch häufig wird damit auch mindere Qualität assoziiert. Und diese Vermutung könnte von der Wahrheit kaum weiter entfernt sein.
Schauen wir uns also einmal die Kunst des Cuvées an.

Cuvée – "Komposition" oder nur "Verschnitt"?

Um das schlechte Image von Cuvée gleich zu Beginn zu entkräften, beginnen wir am besten mit den edlen Tropfen des Champagners. Im Zusammenhang mit Champagner ist der Most gemeint, der zuerst aus der Weinpresse, also dem Kelter, abläuft. Dieser Saft – und das muss betont werden – verfügt über eine ausgesprochen hohe Qualität, zahlreiche Champagnerhäuser nennen sogar verschiedene Abfüllungen Cuvées. Fakt ist aber auch, dass es sich bei Cuvée um den Verschnitt unterschiedlicher Rebsorten handeln kann. Wie viele Rebsorten dabei verwendet werden, ist für die Bewertung zweitrangig, denn der Begriff „Verschnitt“ ist natürlich negativ besetzt. Wahrscheinlich hängt es mit dieser nicht unbedingt fairen Einordnung des Cuvées zusammen, dass Einzelabfüllungen mit höchster Qualität oft den Titel „Cuvée Prestige“ tragen.

Doch warum stellen Kellermeister überhaupt Cuvée her? In Anbetracht des immer noch hier und da schlechten Rufes von Cuvée mag die Antwort überraschen, aber genauso ist es. Kellermeister möchten mit der Produktion von Cuvée die Qualität ihres Weines verbessern oder den Geschmack mehrerer Jahrgänge auf einem konstanten Niveau halten. Und dies geschieht häufig durch das Mischen von fruchtigen und leichten Rotweinen mit anderen Weinen, die körperreich und farbintensiv sind. Dabei spielen Verkostungen eine Rolle, aber auch der Fruchtgehalt, der Tanningehalt und der Alkoholgehalt. Am Ende entsteht bei guten Kellermeistern ein harmonisches Endprodukt, das keine Wünsche offenlässt. Wir hoffen, mit diesen Erläuterungen die Qualität von Cuvée-Kompositionen deutlich machen zu können. Denn Verschnitt ist ein Wort, das einfach neu eingeordnet werden muss, wo es noch nicht geschehen ist.

Cuvée - Viele Weine ergeben ein perfektes Ganzes

Vertiefen wir das Thema noch ein wenig mehr, stellen wir fest, dass Cuvée-Weine eine Menge Vorzüge haben. Aber beginnen wir mit einem Irrtum, der die Winzer vergangener Zeiten betrifft. Früher waren Weine nämlich fast immer Cuvées. Das war keine freiwillige Entscheidung der Winzer, sondern erwuchs aus Unwissenheit. Denn es gab früher haufenweise Winzer, die Wein anbauten und gar nicht wussten, dass dabei verschiedene Rebsorten nebeneinander standen und wuchsen. Viel später war für das Erkennen eines Cuvées sogar moderne Genetik nötig, um bestimmte Cuvées zu identifizieren.

Doch es war nicht nur die Unwissenheit der Winzer, die zu Cuvée führte, es war auch ein sehr planvolles Vorgehen. Denn unterschiedliche Rebsorten brauchen entsprechend ihrer Eigenschaften auch bestimmte Rahmenbedingungen, um gut wachsen zu können.

Die eine Rebsorte braucht mehr Sonneneinstrahlung, die andere weniger, die eine ist anfälliger für Pilze oder Krankheiten, die andere ist es nicht. Hinzu kommt immer auch die Frage, ob das Jahr bis zur Ernte kühl, mild, sonnenreich oder regnerisch war. Alles Faktoren also, die auf die Weinernte Einfluss nehmen.

Da lag es nahe, gleich mehrere unterschiedliche Rebsorten anzubauen. So bestand die Möglichkeit, dass zwar einige die Rahmenbedingungen nicht überstehen, andere aber schon. Winzer, die nur auf eine einzige Rebsorte setzten, konnten den Hauptgewinn machen. Mussten aber auch mit Totalverlust rechnen.

Regionen, in denen Cuvées eine lange Tradition haben, halten sich mit den Irrtümern, die es gibt, nicht weiter auf. Im Gegenteil, dort ist man (zu Recht) überzeugt, dass die Kombination von verschiedenen Rebsorten die Qualität der Ergebnisse massiv erhöht. In diesen besagten Regionen wird Cuvée weniger als ein Wein gesehen, sondern eher als ein Kunstwerk betrachtet.

Schauen wir exemplarisch kurz nach Bordeaux. Dort ist die Rebsorte Cabernet für die Struktur und die Tannine zuständig. Der Merlot ist für das weiche Mundgefühl und den Alkohol verantwortlich. Und beim Cabernet Franc wird darauf gesetzt, dass weiche Tannine und zahlreiche Fruchtaromen zur Qualität beitragen.

Cuvée - Bekannte Weine

Jetzt also mal „Butter bei die Fische“. Wenn wir von Cuvées sprechen, wollen wir sie auch beim Namen nennen. Denn einige Weine, die Sie sicher kennen, sind Cuvée-Weine, daher seien hier ein paar aufgelistet:
  • Bordeaux: Petit Verdot, Cabernet Franc, Merlot, Cabernet Sauvignon
  • Champagner: Pinot Noir, Meunier, Chardonnay
  • Chianti: Malvasia, Cannaiolo, Sangiovese
  • Rioja: Mazuelo, Grenache, Tempranillo
Und fassen wir bei dieser Gelegenheit auch noch einmal die grundsätzlichen Eigenschaften von Cuvées zusammen:
  • Als Cuvée wird ein Wein bezeichnet, der das Ergebnis mehrerer Rebsorten ist. Der Grund für die Verwendung von mehr als einer Rebsorte ist vor allem die richtige Balance des Weines.
  • Faktisch ist Cuvée zwar Verschnitt, aber die Herleitung, es handele sich damit automatisch um Panschen, ist schlicht und ergreifend falsch.
  • In Frankreich wird jede Füllung eines Weingutes als Cuvée bezeichnet, also verschnittene und sortenreine gleichermaßen.
  • Der weiter oben schon erwähnte Cuvée Prestige (oder auch Grand Cuvée) steht im französischen Raum für „der beste Wein des Hauses“. Das heißt, dass es sich um Cuvée handeln kann, aber nicht muss, es kann auch sortenreiner Wein sein.

Cuvée-Rotwein oder Cuvée-Weißwein?

Ob Sie lieber Rotwein oder Weißwein bevorzugen, ist natürlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Fündig werden Sie jedenfalls sowieso, was auch immer Ihnen lieber ist. Zudem gibt es zwischen Cuvée-Weißwein und Cuvée-Rotwein Überschneidungen. Beim Champagner etwa werden oft Chardonnay, Pinot Meunier und Pinot Noir verschnitten.

Fast vergessen haben wir den Rotling, der eine Besonderheit aufweist. Denn da er aus roten und weißen Trauben gewonnen wird, könnte man ihn sowohl als Cuvée-Rotwein als auch als Cuvée-Weißwein bezeichnen. Diese Mischung der Trauben führt beim Rotling zu einer speziellen Farbe, die immer wieder dazu verleitet, dass er mit Roséwein verwechselt wird.

Cuvée online kaufen

Und? Sind Sie auf den Geschmack gekommen? Oder haben Lust, Cuvée einmal auszuprobieren? Oder erzählen wir Ihnen nichts Neues, weil Sie längst ein Kenner von Cuvée-Weinen sind?

Wie auch immer – wir können den edlen Verschnitt, den Cuvée darstellt, nur wärmstens empfehlen. Wenn Sie Hilfe bei der Beratung brauchen, nehmen Sie gern mit uns Kontakt auf, wir sind Ihnen gerne bei der Auswahl behilflich.

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Cuvée – "Komposition" oder nur "Verschnitt"?

Um das schlechte Image von Cuvée gleich zu Beginn zu entkräften, beginnen wir am besten mit den edlen Tropfen des Champagners. Im Zusammenhang mit Champagner ist der Most gemeint, der zuerst aus der Weinpresse, also dem Kelter, abläuft. Dieser Saft – und das muss betont werden – verfügt über eine ausgesprochen hohe Qualität, zahlreiche Champagnerhäuser nennen sogar verschiedene Abfüllungen Cuvées. Fakt ist aber auch, dass es sich bei Cuvée um den Verschnitt unterschiedlicher Rebsorten handeln kann. Wie viele Rebsorten dabei verwendet werden, ist für die Bewertung zweitrangig, denn der Begriff „Verschnitt“ ist natürlich negativ besetzt. Wahrscheinlich hängt es mit dieser nicht unbedingt fairen Einordnung des Cuvées zusammen, dass Einzelabfüllungen mit höchster Qualität oft den Titel „Cuvée Prestige“ tragen.

Doch warum stellen Kellermeister überhaupt Cuvée her? In Anbetracht des immer noch hier und da schlechten Rufes von Cuvée mag die Antwort überraschen, aber genauso ist es. Kellermeister möchten mit der Produktion von Cuvée die Qualität ihres Weines verbessern oder den Geschmack mehrerer Jahrgänge auf einem konstanten Niveau halten. Und dies geschieht häufig durch das Mischen von fruchtigen und leichten Rotweinen mit anderen Weinen, die körperreich und farbintensiv sind. Dabei spielen Verkostungen eine Rolle, aber auch der Fruchtgehalt, der Tanningehalt und der Alkoholgehalt. Am Ende entsteht bei guten Kellermeistern ein harmonisches Endprodukt, das keine Wünsche offenlässt. Wir hoffen, mit diesen Erläuterungen die Qualität von Cuvée-Kompositionen deutlich machen zu können. Denn Verschnitt ist ein Wort, das einfach neu eingeordnet werden muss, wo es noch nicht geschehen ist.

Cuvée - Viele Weine ergeben ein perfektes Ganzes

Vertiefen wir das Thema noch ein wenig mehr, stellen wir fest, dass Cuvée-Weine eine Menge Vorzüge haben. Aber beginnen wir mit einem Irrtum, der die Winzer vergangener Zeiten betrifft. Früher waren Weine nämlich fast immer Cuvées. Das war keine freiwillige Entscheidung der Winzer, sondern erwuchs aus Unwissenheit. Denn es gab früher haufenweise Winzer, die Wein anbauten und gar nicht wussten, dass dabei verschiedene Rebsorten nebeneinander standen und wuchsen. Viel später war für das Erkennen eines Cuvées sogar moderne Genetik nötig, um bestimmte Cuvées zu identifizieren.

Doch es war nicht nur die Unwissenheit der Winzer, die zu Cuvée führte, es war auch ein sehr planvolles Vorgehen. Denn unterschiedliche Rebsorten brauchen entsprechend ihrer Eigenschaften auch bestimmte Rahmenbedingungen, um gut wachsen zu können.

Die eine Rebsorte braucht mehr Sonneneinstrahlung, die andere weniger, die eine ist anfälliger für Pilze oder Krankheiten, die andere ist es nicht. Hinzu kommt immer auch die Frage, ob das Jahr bis zur Ernte kühl, mild, sonnenreich oder regnerisch war. Alles Faktoren also, die auf die Weinernte Einfluss nehmen.

Da lag es nahe, gleich mehrere unterschiedliche Rebsorten anzubauen. So bestand die Möglichkeit, dass zwar einige die Rahmenbedingungen nicht überstehen, andere aber schon. Winzer, die nur auf eine einzige Rebsorte setzten, konnten den Hauptgewinn machen. Mussten aber auch mit Totalverlust rechnen.

Regionen, in denen Cuvées eine lange Tradition haben, halten sich mit den Irrtümern, die es gibt, nicht weiter auf. Im Gegenteil, dort ist man (zu Recht) überzeugt, dass die Kombination von verschiedenen Rebsorten die Qualität der Ergebnisse massiv erhöht. In diesen besagten Regionen wird Cuvée weniger als ein Wein gesehen, sondern eher als ein Kunstwerk betrachtet.

Schauen wir exemplarisch kurz nach Bordeaux. Dort ist die Rebsorte Cabernet für die Struktur und die Tannine zuständig. Der Merlot ist für das weiche Mundgefühl und den Alkohol verantwortlich. Und beim Cabernet Franc wird darauf gesetzt, dass weiche Tannine und zahlreiche Fruchtaromen zur Qualität beitragen.

Cuvée - Bekannte Weine

Jetzt also mal „Butter bei die Fische“. Wenn wir von Cuvées sprechen, wollen wir sie auch beim Namen nennen. Denn einige Weine, die Sie sicher kennen, sind Cuvée-Weine, daher seien hier ein paar aufgelistet:
  • Bordeaux: Petit Verdot, Cabernet Franc, Merlot, Cabernet Sauvignon
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Und fassen wir bei dieser Gelegenheit auch noch einmal die grundsätzlichen Eigenschaften von Cuvées zusammen:
  • Als Cuvée wird ein Wein bezeichnet, der das Ergebnis mehrerer Rebsorten ist. Der Grund für die Verwendung von mehr als einer Rebsorte ist vor allem die richtige Balance des Weines.
  • Faktisch ist Cuvée zwar Verschnitt, aber die Herleitung, es handele sich damit automatisch um Panschen, ist schlicht und ergreifend falsch.
  • In Frankreich wird jede Füllung eines Weingutes als Cuvée bezeichnet, also verschnittene und sortenreine gleichermaßen.
  • Der weiter oben schon erwähnte Cuvée Prestige (oder auch Grand Cuvée) steht im französischen Raum für „der beste Wein des Hauses“. Das heißt, dass es sich um Cuvée handeln kann, aber nicht muss, es kann auch sortenreiner Wein sein.

Cuvée-Rotwein oder Cuvée-Weißwein?

Ob Sie lieber Rotwein oder Weißwein bevorzugen, ist natürlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Fündig werden Sie jedenfalls sowieso, was auch immer Ihnen lieber ist. Zudem gibt es zwischen Cuvée-Weißwein und Cuvée-Rotwein Überschneidungen. Beim Champagner etwa werden oft Chardonnay, Pinot Meunier und Pinot Noir verschnitten.

Fast vergessen haben wir den Rotling, der eine Besonderheit aufweist. Denn da er aus roten und weißen Trauben gewonnen wird, könnte man ihn sowohl als Cuvée-Rotwein als auch als Cuvée-Weißwein bezeichnen. Diese Mischung der Trauben führt beim Rotling zu einer speziellen Farbe, die immer wieder dazu verleitet, dass er mit Roséwein verwechselt wird.

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Und? Sind Sie auf den Geschmack gekommen? Oder haben Lust, Cuvée einmal auszuprobieren? Oder erzählen wir Ihnen nichts Neues, weil Sie längst ein Kenner von Cuvée-Weinen sind?

Wie auch immer – wir können den edlen Verschnitt, den Cuvée darstellt, nur wärmstens empfehlen. Wenn Sie Hilfe bei der Beratung brauchen, nehmen Sie gern mit uns Kontakt auf, wir sind Ihnen gerne bei der Auswahl behilflich.