Rebsorte Malbec Südafrika. Im warmen Klima am Kap ist Malbec für Spitzenweine gut

Wenn die Malbec sich verstecken müsste, könnte sie zur Tarnung auf über 400 „legale“ Aliasnamen zurückgreifen. So viele Synonyme gibt es nämlich für diese ebenso alte wie noble Rebsorte, die aus Frankreich stammt. Wenn also zum Beispiel von einer Auxerrois de Laquenexy, Blanc de Kienzheim, Bordelais Noir, Chalosse Petite Noire, einer Côt Rouge, Franc Moreau, Grosse Merille, Jacobain oder einer Negre de Prechac, Prunelat oder Tinturin de La Libarde die Rede ist, dann geht es immer um die Sorte Malbec. In Ihrer Heimat Frankreich ist sie einst besonders in der Anbauregion Bordeaux beliebt gewesen. Dass sich das etwas verändert hat, liegt nicht an der Qualität der Weine, die sie hervorbringen kann. Es liegt an der Empfindlichkeit der Sorte gegenüber Kälte, dass die Winzer sie heutzutage nur noch mit Vorsicht kultivieren. Seit der Extremfrost im Jahre 1956 große Teile der französischen Rebstöcke vernichtet hat, ist die Rebsorte in der Folge ausgewandert. Heute feiern Malbec-Weine Erfolge in Ländern Südamerikas wie Argentinien und Chile sowie in Südafrika. In den Weingärten am Kap finden die Rebstöcke genau das, was sie brauchen: Neben guten Böden ist das vor allem ein gleichmäßiges, warmes Klima.
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Rebsorte Malbec Südafrika. Im warmen Klima am Kap ist Malbec für Spitzenweine gut
Wenn die Malbec sich verstecken müsste, könnte sie zur Tarnung auf über 400 „legale“ Aliasnamen zurückgreifen. So viele Synonyme gibt es nämlich für diese ebenso alte wie noble Rebsorte, die aus Frankreich stammt. Wenn also zum Beispiel von einer Auxerrois de Laquenexy, Blanc de Kienzheim, Bordelais Noir, Chalosse Petite Noire, einer Côt Rouge, Franc Moreau, Grosse Merille, Jacobain oder einer Negre de Prechac, Prunelat oder Tinturin de La Libarde die Rede ist, dann geht es immer um die Sorte Malbec. In Ihrer Heimat Frankreich ist sie einst besonders in der Anbauregion Bordeaux beliebt gewesen. Dass sich das etwas verändert hat, liegt nicht an der Qualität der Weine, die sie hervorbringen kann. Es liegt an der Empfindlichkeit der Sorte gegenüber Kälte, dass die Winzer sie heutzutage nur noch mit Vorsicht kultivieren. Seit der Extremfrost im Jahre 1956 große Teile der französischen Rebstöcke vernichtet hat, ist die Rebsorte in der Folge ausgewandert. Heute feiern Malbec-Weine Erfolge in Ländern Südamerikas wie Argentinien und Chile sowie in Südafrika. In den Weingärten am Kap finden die Rebstöcke genau das, was sie brauchen: Neben guten Böden ist das vor allem ein gleichmäßiges, warmes Klima.

Schwarzer Wein vom schwarzen Kontinent

Die neue Heimat auf dem schwarzen Kontinent ist allerdings nicht der Grund, warum Malbecwein auch „der schwarze Wein“ genannt wird. Das verdankt er vielmehr seiner Farbe, die gern als lila schwarz beschrieben wird. Zudem lassen Weine aus der Malbec wegen ihrer Dichte kaum Licht ins Glas, was sie gleich nochmal schwärzer wirken lässt. Wenn Malbec also schon mit dem Auge gut zu erkennen ist, dann erst recht mit der Nase. Man könnte es als „fruchtige Würze“ zusammenfassen, was dann an Aromen freigesetzt wird: Reife Pflaumen sind typisch, dazu satte Kirschen und Blaubeeren, zu denen sich ein Hauch Wacholder, bittere Schokolade und Tabak gesellen kann. Am Gaumen sind diese Tropfen dann echte Bordeaux-Weine; selbst, wenn sie vom Kap kommen. Sie umschmeicheln die Geschmacksnerven, sind samtig weich und insgesamt fast zu schade zum Schlucken.

Weine mit großem Potenzial

Allein diese Beschreibung dürfte schon eine Ahnung vermitteln, welch außerordentliche Qualität von Malbec-Weinen im Allgemeinen und von Malbec-Weinen vom Kap im Besonderen erwartet werden darf. Nicht zuletzt die Tatsache, dass Malbec nach wie vor zu den sechs zugelassenen Sorten für den renommierten Bordeaux Blend zählt, spricht für ihr großes Potenzial. Das kann sich zu absoluten Spitzenweinen entfalten, wenn von der Lage über die Vinifizierung bis hin zum Reifeprozess alles stimmt. Ein guter Malbec verträgt mehrere Jahrzehnte im Keller, ohne im Geringsten an Qualität einzubüßen. Im Gegenteil, er wird immer besser! Die Bedingungen in den Weinregionen am Kap sind für die Malbec so gut, dass der anschließende Ausbau fast immer im Barriquefass erfolgen kann. Das bringt zum Teil majestätische Weine hervor; reiche Tropfen mit guter Struktur, viel Alkohol, einer wunderbaren Balance und einem Hauch Vanille zu all der ohnehin schon vorhandenen Frucht und den Gewürzen. Malbec ist übrigens auch ein guter Tipp für alle, die in Wein investieren möchten. Allerdings, neben der richtigen Auswahl der Weine braucht man dazu auch geeignete Lagermöglichkeiten.

Eine Herausforderung für Winzer

Einfach kann jeder. Malbec ist dagegen eine Sorte, die für Winzer eine echte Herausforderung darstellen kann. Nicht nur, wegen der bereits erwähnten Frostempfindlichkeit. Darüber hinaus ist die Rebsorte auch anfällig für Fäulnis, Verrieseln und für falschen Mehltau. Dennoch wagen es nach wie vor auch Winzer in Frankreich, Flächen mit Malbec zu bestocken. Vor allem im Cahors und in der Provence wollen Winzer nicht auf sie verzichten, und sei es auch „nur“ für erstklassige Cuvées. Übrigens, seit gut einem Jahrzehnt sind nun auch die Eltern der Malbec bekannt. Sie ging aus einer Kreuzung der heute fast ausgestorbenen Sorte Magdeleine Noire des Charentes mit der Sorte Prunelart hervor.

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Klein Constantia, Estate Red, 2016
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Inhalt 0.75 Liter (30,53 € * / 1 Liter)
22,90 € *
Neethlingshof, Malbec, 2018
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Inhalt 0.75 Liter (15,33 € * / 1 Liter)
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Diemersdal, Private Collection Red, 2017
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Inhalt 0.75 Liter (24,67 € * / 1 Liter)
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De Toren, Fusion V, 2016
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33,90 € *
De Toren, Z, 2012
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Inhalt 0.75 Liter (37,20 € * / 1 Liter)
27,90 € *
Constantia Glen, Five, 2016
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Inhalt 0.75 Liter (38,53 € * / 1 Liter)
28,90 € *

Schwarzer Wein vom schwarzen Kontinent

Die neue Heimat auf dem schwarzen Kontinent ist allerdings nicht der Grund, warum Malbecwein auch „der schwarze Wein“ genannt wird. Das verdankt er vielmehr seiner Farbe, die gern als lila schwarz beschrieben wird. Zudem lassen Weine aus der Malbec wegen ihrer Dichte kaum Licht ins Glas, was sie gleich nochmal schwärzer wirken lässt. Wenn Malbec also schon mit dem Auge gut zu erkennen ist, dann erst recht mit der Nase. Man könnte es als „fruchtige Würze“ zusammenfassen, was dann an Aromen freigesetzt wird: Reife Pflaumen sind typisch, dazu satte Kirschen und Blaubeeren, zu denen sich ein Hauch Wacholder, bittere Schokolade und Tabak gesellen kann. Am Gaumen sind diese Tropfen dann echte Bordeaux-Weine; selbst, wenn sie vom Kap kommen. Sie umschmeicheln die Geschmacksnerven, sind samtig weich und insgesamt fast zu schade zum Schlucken.

Weine mit großem Potenzial

Allein diese Beschreibung dürfte schon eine Ahnung vermitteln, welch außerordentliche Qualität von Malbec-Weinen im Allgemeinen und von Malbec-Weinen vom Kap im Besonderen erwartet werden darf. Nicht zuletzt die Tatsache, dass Malbec nach wie vor zu den sechs zugelassenen Sorten für den renommierten Bordeaux Blend zählt, spricht für ihr großes Potenzial. Das kann sich zu absoluten Spitzenweinen entfalten, wenn von der Lage über die Vinifizierung bis hin zum Reifeprozess alles stimmt. Ein guter Malbec verträgt mehrere Jahrzehnte im Keller, ohne im Geringsten an Qualität einzubüßen. Im Gegenteil, er wird immer besser! Die Bedingungen in den Weinregionen am Kap sind für die Malbec so gut, dass der anschließende Ausbau fast immer im Barriquefass erfolgen kann. Das bringt zum Teil majestätische Weine hervor; reiche Tropfen mit guter Struktur, viel Alkohol, einer wunderbaren Balance und einem Hauch Vanille zu all der ohnehin schon vorhandenen Frucht und den Gewürzen. Malbec ist übrigens auch ein guter Tipp für alle, die in Wein investieren möchten. Allerdings, neben der richtigen Auswahl der Weine braucht man dazu auch geeignete Lagermöglichkeiten.

Eine Herausforderung für Winzer

Einfach kann jeder. Malbec ist dagegen eine Sorte, die für Winzer eine echte Herausforderung darstellen kann. Nicht nur, wegen der bereits erwähnten Frostempfindlichkeit. Darüber hinaus ist die Rebsorte auch anfällig für Fäulnis, Verrieseln und für falschen Mehltau. Dennoch wagen es nach wie vor auch Winzer in Frankreich, Flächen mit Malbec zu bestocken. Vor allem im Cahors und in der Provence wollen Winzer nicht auf sie verzichten, und sei es auch „nur“ für erstklassige Cuvées. Übrigens, seit gut einem Jahrzehnt sind nun auch die Eltern der Malbec bekannt. Sie ging aus einer Kreuzung der heute fast ausgestorbenen Sorte Magdeleine Noire des Charentes mit der Sorte Prunelart hervor.