Sauvignon Blanc aus den USA. Der kühle Weiße mit dem Zukunftsbonus

Die Trendwende beim Weißwein ist deutlich zu spüren: Sowohl die Produzenten als auch die Endverbraucher interessieren sich zunehmend für frischere, leichtere, für „coole“ Weine. Tropfen aus der Chardonnay sind zwar unbestritten weltweit weiter die Nummer eins, ganz konkurrenzlos sind sie jedoch nicht mehr. Das ist auch und ganz besonders ein Verdienst der Weine aus der Rebsorte Sauvignon Blanc. Sie ist eine typische Französin und gehört mit Herkunftsbezeichnungen wie Sancerre und Pouilly-Fumé zum Besten, was die Weißweinwelt zu bieten hat. Natürlich wollen sich an solchen Weinen, an solch einer Rebsorte auch andere versuchen! So auch Winzer in den USA, die vor allem in kühleren Anbaugebieten damit große Erfolge feiern. Es ist unter anderem ihnen zu verdanken, dass gute Weine aus der Sauvignon Blanc heute auch für den normal verdienenden Weinfreund zugänglich sind.
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Die Trendwende beim Weißwein ist deutlich zu spüren: Sowohl die Produzenten als auch die Endverbraucher interessieren sich zunehmend für frischere, leichtere, für „coole“ Weine. Tropfen aus der... mehr erfahren »
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Sauvignon Blanc aus den USA. Der kühle Weiße mit dem Zukunftsbonus
Die Trendwende beim Weißwein ist deutlich zu spüren: Sowohl die Produzenten als auch die Endverbraucher interessieren sich zunehmend für frischere, leichtere, für „coole“ Weine. Tropfen aus der Chardonnay sind zwar unbestritten weltweit weiter die Nummer eins, ganz konkurrenzlos sind sie jedoch nicht mehr. Das ist auch und ganz besonders ein Verdienst der Weine aus der Rebsorte Sauvignon Blanc. Sie ist eine typische Französin und gehört mit Herkunftsbezeichnungen wie Sancerre und Pouilly-Fumé zum Besten, was die Weißweinwelt zu bieten hat. Natürlich wollen sich an solchen Weinen, an solch einer Rebsorte auch andere versuchen! So auch Winzer in den USA, die vor allem in kühleren Anbaugebieten damit große Erfolge feiern. Es ist unter anderem ihnen zu verdanken, dass gute Weine aus der Sauvignon Blanc heute auch für den normal verdienenden Weinfreund zugänglich sind.

So jung kommen wir nicht wieder zusammen!

Rund 6000 Hektar, Tendenz steigend, umfassen heute die US-amerikanischen Rebflächen für Sauvignon Blanc. Der Löwenanteil davon befindet sich nördlich von San Francisco im Napa Valley. Dort, im etwas kühleren Teil Kaliforniens, entstehen auch jene Sauvignon Blancs, die inzwischen Weltgeltung erlangt haben und heute zu den absoluten Spitzenerzeugnissen aus dieser Rebsorte gehören - trotz der französischen Vorbilder und auch trotz der überseeischen Konkurrenz aus Neuseeland.

Was ist es, das Weine aus der Sauvignon Blanc heute so populär macht? Es ist die Frische, die Spritzigkeit dieser Tropfen, die gleichzeitig komplex, mineralisch und kräftig sind. Sortenreine Sauvignon Blancs aus den USA haben darüber hinaus noch einen Trumpf im Ärmel: Sie können auch schon ganz jung wunderbar getrunken werden. Speziell ihre europäischen Mitbewerber brauchen dagegen nicht selten eine gewisse Reife, bevor sie ihr ganzes geschmackliches Potenzial entfalten können. US-Winzer haben schon früh erkannt, dass sich ihre Sauvignon Blancs stilistisch von den „Originalen“ in Frankreich unterscheiden. Eine Not? Nein, sie haben daraus eine Tugend gemacht und drücken das gern auch im Namen aus. Also bitte nicht wundern, wenn auf dem Etikett eines kalifornischen Sauvignon Blancs die Bezeichnung „Fumé“ für die Rebsorte auftaucht. Das ist Absicht, um sich von Weinen aus Europa abzuheben.

In den Grundzügen ihres Geschmacks lässt sich die Sauvignon Blanc freilich nicht verbiegen. Aus ihr werden immer Weine gekeltert, die sowohl Aromen von Früchten, als auch von zarten Gemüsen und Kräutern aufweisen können. Das geht bei Stachelbeeren und Johannisbeeren jeder Farbe los, geht über Noten von Paprika und Spargel weiter, um schließlich bei grünen Noten wie Gartenkräutern oder auch frisch gemähtem Gras anzukommen. Gerade letzteres ist eine weit verbreitete Wahrnehmung. Verantwortlich dafür sind die Methoxypyrazine, die in den genannten Gemüsen vorkommen.

Die meisten Sauvignon Blancs der USA kommen aus Kalifornien. Aber auch in Oregon und im Bundesstaat Washington wird die Rebsorte immer beliebter. In Washington trinkt man heimischen Sauvignon Blanc gern zu den typischen Gerichten der Küste: zu Fisch, zu Shrimps und zu Austern.

Zum Schluss noch ein Wort zum Klimawandel

Natürlich spürt auch die Weinwirtschaft die Auswirkungen des Klimawandels. Ein früherer Austrieb und ergo frühere Lesetermine sind Belege dafür. Auf mittlere bis lange Sicht begünstigt das spätreifende Rebsorten. Sie können unter den veränderten klimatischen Bedingungen nun auch an ganz normalen, durchschnittlichen Lagen reifen. Davon wird auch die Sauvignon Blanc in Zukunft mächtig profitieren.

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Fetzer, Sauvignon Blanc Echo Ridge, 2018
Fetzer, Sauvignon Blanc Echo Ridge, 2018
Inhalt 0.75 Liter (11,87 € * / 1 Liter)
8,90 € *

So jung kommen wir nicht wieder zusammen!

Rund 6000 Hektar, Tendenz steigend, umfassen heute die US-amerikanischen Rebflächen für Sauvignon Blanc. Der Löwenanteil davon befindet sich nördlich von San Francisco im Napa Valley. Dort, im etwas kühleren Teil Kaliforniens, entstehen auch jene Sauvignon Blancs, die inzwischen Weltgeltung erlangt haben und heute zu den absoluten Spitzenerzeugnissen aus dieser Rebsorte gehören - trotz der französischen Vorbilder und auch trotz der überseeischen Konkurrenz aus Neuseeland.

Was ist es, das Weine aus der Sauvignon Blanc heute so populär macht? Es ist die Frische, die Spritzigkeit dieser Tropfen, die gleichzeitig komplex, mineralisch und kräftig sind. Sortenreine Sauvignon Blancs aus den USA haben darüber hinaus noch einen Trumpf im Ärmel: Sie können auch schon ganz jung wunderbar getrunken werden. Speziell ihre europäischen Mitbewerber brauchen dagegen nicht selten eine gewisse Reife, bevor sie ihr ganzes geschmackliches Potenzial entfalten können. US-Winzer haben schon früh erkannt, dass sich ihre Sauvignon Blancs stilistisch von den „Originalen“ in Frankreich unterscheiden. Eine Not? Nein, sie haben daraus eine Tugend gemacht und drücken das gern auch im Namen aus. Also bitte nicht wundern, wenn auf dem Etikett eines kalifornischen Sauvignon Blancs die Bezeichnung „Fumé“ für die Rebsorte auftaucht. Das ist Absicht, um sich von Weinen aus Europa abzuheben.

In den Grundzügen ihres Geschmacks lässt sich die Sauvignon Blanc freilich nicht verbiegen. Aus ihr werden immer Weine gekeltert, die sowohl Aromen von Früchten, als auch von zarten Gemüsen und Kräutern aufweisen können. Das geht bei Stachelbeeren und Johannisbeeren jeder Farbe los, geht über Noten von Paprika und Spargel weiter, um schließlich bei grünen Noten wie Gartenkräutern oder auch frisch gemähtem Gras anzukommen. Gerade letzteres ist eine weit verbreitete Wahrnehmung. Verantwortlich dafür sind die Methoxypyrazine, die in den genannten Gemüsen vorkommen.

Die meisten Sauvignon Blancs der USA kommen aus Kalifornien. Aber auch in Oregon und im Bundesstaat Washington wird die Rebsorte immer beliebter. In Washington trinkt man heimischen Sauvignon Blanc gern zu den typischen Gerichten der Küste: zu Fisch, zu Shrimps und zu Austern.

Zum Schluss noch ein Wort zum Klimawandel

Natürlich spürt auch die Weinwirtschaft die Auswirkungen des Klimawandels. Ein früherer Austrieb und ergo frühere Lesetermine sind Belege dafür. Auf mittlere bis lange Sicht begünstigt das spätreifende Rebsorten. Sie können unter den veränderten klimatischen Bedingungen nun auch an ganz normalen, durchschnittlichen Lagen reifen. Davon wird auch die Sauvignon Blanc in Zukunft mächtig profitieren.